Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mi, 28.09.2011 11:07

Baden-Württembergs Wirtschaft wächst im ersten Halbjahr 2011 um 5,6 Prozent

Die baden-württembergische Wirtschaft war in der ersten Jahreshälfte 2011 auf sichtbarem Wachstumskurs. Getragen von der positiven Entwicklung der Südwestindustrie stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2011 um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Dies ergaben die heute vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ veröffentlichten regionalen Wirtschaftszahlen auf Länderebene.


Für Deutschland wurde eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts – dem umfassenden Maß für die insgesamt erbrachten wirtschaftlichen Leistungen – von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ermittelt. Demnach konnte die Wirtschaft im Südwesten in der ersten Jahreshälfte 2011 deutlich kräftiger zulegen als im Durchschnitt aller Bundesländer und erreichte im Ländervergleich das mit Abstand höchste Halbjahreswachstum.

Als wesentlicher Wachstumsmotor erwies sich erneut das Verarbeitende Gewerbe, das hier zu Lande einen Anteil von gut 29 Prozent an der gesamten Wertschöpfung auf sich vereint. Baden-Württemberg hat im Ländervergleich die höchste Industrialisierungsquote (Deutschland: rund 21 Prozent).

So konnte die Produktion der Südwestindustrie preis- und arbeitstäglich bereinigt im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,2 Prozent zulegen. Getragen wurde der Anstieg insbesondere vom Maschinenbau (21,5 Prozent) und der Herstellung von Metallerzeugnissen (18,9 Prozent). Aber auch bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (12,6 Prozent) und der Herstellung von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (12 Prozent) wuchs das Produktionsvolumen in der ersten Jahreshälfte 2011 stärker als die Industrieproduktion insgesamt.

Steil aufwärts gerichtet war auch die Nachfrage nach hiesigen Industrieprodukten. Die Auftragseingänge der Südwestindustrie übertrafen im ersten Halbjahr 2011 das entsprechende Vorjahresergebnis preis- und arbeitstäglich bereinigt um annähernd 12 Prozent. Dabei erwiesen sich das Inlands- (11,6 Prozent) und Auslandsgeschäft (12,2 Prozent) als fast gleich stark. Insbesondere der Maschinenbau (24,5 Prozent) sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (17,2 Prozent) konnten im Vorjahresvergleich ein überaus hohes Auftragsplus verbuchen. Demgegenüber blieb der Nachfrageanstieg bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 8,5 Prozent hinter dem kräftigen Nachfrageanstieg in der Südwestindustrie zurück.

(Redaktion)