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Wirtschaft | Do, 21.04.2011 08:28

BDI-Konjunktur-Report: Exporte legen um rund 7,5 Prozent zu

Der BDI sieht die deutsche Konjunktur 2011 weiter aufwärts gerichtet. Die Dynamik des Aufschwungs wird sich im Laufe des Jahres aber etwas verringern. Insgesamt erwartet die Industrie im laufenden Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von gut 2,5 Prozent. Das geht aus dem neuen BDI-Konjunktur-Report hervor, den der BDI am Mittwoch in Berlin vorstellte.


Auch in diesem Jahr bringen Industrie und industrienahe Dienstleister die deutsche Volkswirtschaft in Schwung. Zusammen tragen sie den aktuellen Aufschwung zu etwa drei Vierteln. Der Beitrag der Industrie liegt bei rund zwei Dritteln.

Dabei verlagern sich die Auftriebskräfte weiter von der Außen- zur Binnenwirtschaft. Wichtiger Motor der Konjunktur bleiben die Ausrüstungsinvestitionen mit einem erwartetem Wachstum von gut 10 Prozent. Erweiterungsinvestitionen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nennenswerte Impulse gehen zudem vom privaten Verbrauch aus, der von positiven Arbeitsmarkt- und Einkommensperspektiven profitiert.

Die Expansion von Weltproduktion und Welthandel treibt die deutsche Industrie maßgeblich weiter an - trotz der Katastrophe in Japan und der politischen Entwicklungen in der arabischen Welt. Der BDI rechnet damit, dass die Ausfuhren in diesem Jahr um etwa 7,5 Prozent zulegen.

Obwohl die konjunkturellen Aussichten insgesamt nach wie vor gut sind, bleiben nach Ansicht des BDI strukturelle Probleme unserer Volkswirtschaft ungelöst. Zentral ist die seit Jahren rückläufige Investitionstätigkeit am Standort Deutschland - vor allem in der Energieinfrastruktur im Industrieland Deutschland.

(Redaktion)