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Wirtschaft | Mo, 24.06.2013 10:29

Befristet Beschäftigte werden häufiger übernommen

Seit dem Krisenjahr 2009 ist für Arbeitnehmer die Chance, aus einer befristeten in eine unbefristete Beschäftigung übernommen zu werden, kontinuierlich gestiegen. Das teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit.


Die Zahl der Übernahmen von befristeter in unbefristete Beschäftigung stieg seit 2009 merklich an. Wurden 2009 noch 30 Prozent der zunächst befristet angestellten Arbeitnehmer anschließend in eine unbefristete Beschäftigung übernommen, lag der Anteil im Jahr 2012 bei 39 Prozent. Auszubildende sind in den Zahlen nicht enthalten.

Der Anteil der Verlängerungen befristeter Verträge betrug in beiden Jahren 33 Prozent. Im Jahr 2009 wurden 37 Prozent der befristeten Arbeitsverhältnisse beendet. Drei Jahre später waren es 28 Prozent.

Die Zahl der befristet Beschäftigten lag 2012 mit rund 2,7 Millionen gut doppelt so hoch wie im Jahr 1996 mit 1,3 Millionen. Von 2011 auf 2012 ist der Anteil der befristet Beschäftigten an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit 9,5 Prozent aber konstant geblieben.

Der Anteil der befristeten Einstellungen an allen Einstellungen ging in den letzten Jahren sogar etwas zurück: Im Krisenjahr 2009 betrug er noch 47 Prozent. Danach sank er kontinuierlich auf 44 Prozent im Jahr 2012. Gut zehn Jahre zuvor, im Jahr 2001, lag er allerdings erst bei 32 Prozent.

Es gibt deutliche branchenspezifische Unterschiede bei befristeten Einstellungen und Übernahmen. In den Bereichen „Erziehung und Unterricht“ und „Öffentliche Verwaltung“ wird sehr häufig befristet eingestellt: Die Befristungsanteile betragen hier 76 bzw. 60 Prozent. Gleichzeitig sind die Übernahmequoten in diesen Bereichen besonders niedrig: Bei „Erziehung und Unterricht“ lediglich 18 Prozent, im Bereich „Öffentliche Verwaltung“ 28 Prozent. Befristet werde in diesen Bereichen vor allem, weil Projekt- und Haushaltsmittel häufig nur für einen kurzen Zeitraum vergeben werden, erklärt IAB-Arbeitsmarktforscher Christian Hohendanner.

(Redaktion)