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Wirtschaft | Mo, 05.08.2013 09:57

Betriebliche Weiterbildung auf neuem Rekordniveau

Im Jahr 2011 haben 53 Prozent aller Betriebe in Deutschland ihren Mitarbeitern Weiterbildungen ermöglicht – so viele wie nie zuvor. Damit setzt sich der positive Trend beim betrieblichen Weiterbildungsangebot fort, der nur in der Wirtschafts- und Finanzkrise kurzzeitig gestoppt wurde. Das sind Ergebnisse einer Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


An den Weiterbildungsangeboten ihrer Arbeitgeber haben 30 Prozent der Beschäftigten teilgenommen. Auch das ist ein Höchstwert. Die Teilnahmequoten unterscheiden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen. Bei kleinen Betrieben kommt es aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl häufig vor, dass nicht jedes Jahr eine vom Arbeitgeber unterstützte Weiterbildung stattfindet. Bei einem längeren Betrachtungszeitraum wird aber deutlich, dass auch sie intensiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Eine besonders hohe Weiterbildungsbeteiligung dokumentieren die IAB-Daten für das Gesundheits- und Sozialwesen sowie den Bereich Erziehung und Unterricht. Dagegen zeigt die Branche Beherbergung und Gastronomie eine nur unterdurchschnittliche Beteiligung.

Nach wie vor sind es vor allem die höher qualifizierten Mitarbeiter, die an Weiterbildungen teilnehmen. Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hochschulabschluss erfordern, nahm rund jeder zweite an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten war es nur knapp jeder siebte.

Unterdurchschnittlich ist auch die Weiterbildungsbeteiligung der älteren Beschäftigten. Zwar ist die Teilnahmequote der Älteren in den letzten Jahren gestiegen, dennoch lag sie 2011 etwa fünf Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten.

(Redaktion)