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Wirtschaft | Fr, 04.05.2012 11:07

Bewerber achten auf attraktives Umfeld

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland wollen sich noch in diesem Jahr nach einem neuen Job umsehen. Für Unternehmen auf der Suche nach Talenten sind das gute Nachrichten. Attraktiv sind diese Unternehmen für Fachkräfte jedoch nur, wenn Image und Standort stimmen. Darüber hinaus wird für Arbeitnehmer eine sinnstiftende Tätigkeit mit Entwicklungspotenzialen immer wichtiger. Auch das entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im "War for Talents". Das zeigt der aktuelle Kelly Global Workforce IndexTM von Kelly Services, an dem rund 170.000 Personen in 30 Ländern teilnahmen, davon über 4.000 in Deutschland.


Laut Studie spielt für knapp 65 Prozent der Befragten in Deutschland der Standort bei der Wahl eines potenziellen neuen Arbeitgebers eine maßgebliche Rolle - anders als in anderen Ländern: Weltweit sind es "nur" 52 Prozent. Wichtiger ist global die Reputation des Unternehmens. International ist dieser Wert für 58 Prozent ausschlaggebend, in Deutschland steht er für gerade 49 Prozent im Vordergrund.

Die geografische Lage von Unternehmen kann in Deutschland ein echter Standortnachteil sein. Das betrifft auch und vor allem mittelständische Betriebe: Selbst den Hidden Champions dieser Kategorie fällt es zuweilen schwer, die besten Köpfe auf dem Arbeitsmarkt für sich zu gewinnen. Dennoch haben Unternehmen in strukturschwachen oder sehr ländlichen Regionen Chancen, wenn sie auf die persönlichen Wünsche der Bewerber eingehen. Entscheidend ist für potenzielle neue Mitarbeiter nämlich auch, ob die Tätigkeit persönliche Erfüllung bringt und Perspektiven zur Weiterentwicklung bietet. Außerdem sind Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit im Sinne langfristig angelegten Handelns sowie die Finanzsituation gewichtige Faktoren, wie die Studie zeigt.

Gerade die Perspektive der persönlichen Erfüllung ist ein Trend, der derzeit kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Was aber ist entscheidend für eine als sinnvoll und erfüllend empfundene Tätigkeit? Laut Kelly Global Workforce IndexTM steht hier die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln oder besonders auszuzeichnen, mit 73 Prozent der Nennungen klar an der Spitze. Immerhin noch die Hälfte der Befragten wünscht sich eine möglichst große Deckungsgleichheit von Arbeitsanforderungen und persönlichen Werten. Die soziale Komponente - gute Beziehungen zu den Kollegen - ist für 44 Prozent maßgeblich. Je 29 Prozent finden eine direkte, wahrnehmbare Anbindung ihrer Arbeit an die Firmenstrategie beziehungsweise die Gelegenheit, der Gesellschaft "etwas zurück zu geben", sehr wichtig.

(Redaktion)