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IT / Kommunikation | Mi, 03.09.2014 11:34

Big Data gegen Sicherheit und Geld

Big Data ist aus Kundensicht ein reines Tauschgeschäft: Für ein Plus an Sicherheit oder einen finanziellen Mehrwert akzeptieren Verbraucher, dass Unternehmen ihre Daten sammeln und analysieren. Das ist ein Kernergebnis der repräsentativen Studie "Potenzialanalyse Big Data Analytics" von Steria Mummert Consulting.


Die Überlegung, ob Verbraucher ihre Daten an Unternehmen weitergeben wollen oder nicht, ist eine rein ökonomische: Wenn sie einen Mehrwert für sich erkennen, sind Kunden bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen. Big-Data-Anwendungsfelder mit einem sehr hohem Nutzen aus Kundensicht sind beispielsweise Bewertungs- und Preisvergleichsportale oder standortbezogene Dienste, sogenannte "Location Based Services", um dem Endverbraucher unter Zuhilfenahme von positionsabhängigen Daten selektive Informationen bereitstellen zu können. Gleiches gilt auch für Smart-Meter-Lösungen, die Verbrauchsdaten auswerten, um beim Energiesparen zu helfen.

Besonders aufgeschlossen sind Verbraucher rund um ein deutsches Lieblingsthema: das Auto. Für mehr Sicherheit akzeptieren sie dabei, dass ihre Daten verknüpft und autonom zwischen verschiedenen Unternehmen ausgetauscht werden. So befürworten 69 Prozent die Übermittelung von technischen Informationen, zum Beispiel, indem das Fahrzeug der Werkstatt eine Störung meldet. Die Ortung des gestohlenen Wagens ist mit 91 Prozent sogar die beliebteste Big-Data-Anwendung, die selbständig Daten austauscht. Auch Car-to-Car-Kommunikation, die Fahrer über Unfälle und Staus informiert, halten 82 Prozent für hilfreich.

"Diese Beispiele zeigen, dass Verbraucher für ein Plus an Mehrwert sogar die Abfrage von sensiblen Finanz- und Standortdaten billigen. Dadurch gewinnt das Thema Big Data an Akzeptanz bei Endkunden und verliert den Beigeschmack der Überwachung", erläutert Dr. Carsten Dittmar, Senior Manager im Bereich Enterprise Information Management bei Steria Mummert Consulting.

(Redaktion)