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Wirtschaft | Mo, 25.07.2011 09:51

BMWi legt Bericht zum Breitbandatlas vor

Der Breitbandausbau in Deutschland geht voran. Dies ergibt sich aus der Detailanalyse des TÜV Rheinland, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie jetzt im Rahmen des Berichts zum Breitbandatlas vorgelegt hat.


Der Bericht, der in Zukunft halbjährlich aktualisiert wird, ergänzt das Online-Portal www.breitbandatlas.de. Er liefert detaillierte Auswertungen zur Breitbandversorgungslage in Deutschland.

Der Bericht zeigt, dass bundesweit Ende 2010 bereits 88,1 Prozent aller Haushalte allein über Funklösungen Zugang zum Internet mit einer Bandbreite von mindestens einem Megabit pro Sekunde (Mbit/s) hatten. Hierin zeigt sich, dass sich im Breitbandbereich zunehmend die bereits aus der Telefonie bekannte komplementäre Nutzung von mobilen und festen Diensten deutschlandweit etabliert.

Drahtlose und drahtgebundene Technologien boten Ende 2010 insgesamt 98,3 Prozent der Haushalte Zugang zu einer Breitbandgrundversorgung (größer-gleich 1 Mbit/s). Im EU-Vergleich liegt Deutschland damit vor Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien.

Den Hochleistungsmarkt dominieren Kabelnetze mit einer Übertragungsrate von größer-gleich 50 Mbit/s. Über diese Technologie waren Ende letzten Jahres gut 37 Prozent der Haushalte an Hochleistungsnetze angebunden.

"Die Ergebnisse zeigen, dass ein technologieneutraler Ansatz Voraussetzung ist für eine dynamische und von gesundem Wettbewerb gekennzeichnete Breitbandentwicklung. Bereits heute können Bürgerinnen und Bürger mobil und leitungsgebunden die wesentlichen Dienste des Internets nutzen. Durch die hohe Dynamik beim Ausbau der Kabelnetze erhöht sich zudem der Druck auf den Aufbau von Glasfasernetzen. Wir brauchen diesen Wettbewerbsdruck, um auch weiterhin im Breitbandmarkt eine weltweite Führungsposition einnehmen zu können", erklärt Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.

Damit die Breitbandgrundversorgung zügig erreicht werden kann, setzt das Bundeswirtschaftsministerium auch auf die Unternehmen, die Mobilfunkfrequenzen aus der Digitalen Dividende ersteigert haben. Wenn diese Unternehmen jetzt den Ausbau der Funktechnologie "Long Term Evolutuion" (LTE) fortsetzen, können die letzten weißen Flecken bei der Breitbandgrundversorgung rasch geschlossen werden. Schon heute ist LTE für über 4 Millionen Haushalte nutzbar. Die Ausbaufortschritte sind im Breitbandatlas dokumentiert.

(Redaktion)