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Wirtschaft | Di, 15.11.2011 09:35

Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal 2011gestiegen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal 2011 um 0,5 % höher als im Vorquartal. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich somit nach dem wachstumsstarken Jahresbeginn (+ 1,3 % im ersten Quartal) im Verlauf des Jahres 2011 weiter fort und nahm im Berichtsquartal wieder etwas mehr Fahrt auf. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.


Im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung ebenfalls kräftig zu, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in der ersten Jahreshälfte: Das preisbereinigte BIP war im dritten Quartal 2011 um 2,5 % höher als ein Jahr zuvor (kalenderbereinigt um 2,6 %).

"Vor allem die Industrie hat noch einmal ordentlich zugelegt", kommentiert der Konjunkturchef des DIW Berlin, Ferdinand Fichtner, die Zahlen. "Zu Konjunkturoptimismus besteht indes kein Anlass", so Fichtner, "denn die Industrie hat vor allem vom Auftragspolster der vorangegangenen Monate gezehrt." Für das Winterhalbjahr rechnet das DIW Berlin nur mit schwachem Wachstum der deutschen Wirtschaft.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich in erster Linie aus dem Inland: Dabei trugen insbesondere die gestiegenen privaten Konsumausgaben zum Anstieg des BIP bei. Daneben wurde auch wieder mehr in Ausrüstungen investiert, während die Bauinvestitionen nach starkem Jahresbeginn wieder etwas zurückgingen. Der Außenhandel war weiterhin expansiv: Da Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen aber in etwa gleich stark anstiegen, hatte der Außenbeitrag kaum messbare Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2011. Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2011 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von rund 41,2 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 495.000 Personen oder 1,2 % mehr als ein Jahr zuvor.

(Redaktion)