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Wirtschaft | Do, 31.03.2011 08:03

Bruttolöhne und -gehälter 2010 in Baden-Württemberg wieder gestiegen

Die Bruttolohn- und -gehaltssumme ist in Baden-Württemberg im Jahr 2010 nach Feststellung des Statistischen Landesamtes deutlich gestiegen. Nachdem die Gesamtsumme im Krisenjahr 2009 aufgrund von Kurzarbeit und Beschäftigungsabbau gesunken war, spiegelte sich die anschließende konjunkturelle Erholung auch in den Löhnen und Gehältern wider.


Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« wurden im Jahr 2010 in Baden-Württemberg 3,3 Prozent mehr an Bruttolöhnen und -gehältern an die im Land beschäftigten Arbeitnehmer ausbezahlt als im Vorjahr. Insgesamt belief sich die Summe der Bruttolöhne und -gehälter auf 151,4 Milliarden Euro und lag damit leicht über dem Niveau vor Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Auch bezogen auf den einzelnen Arbeitnehmer ist ein Anstieg zu verzeichnen. So betrugen die im Südwesten gezahlten Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2010 je Arbeitnehmer durchschnittlich 30.240 Euro, das waren 2,9 Prozent oder 850 Euro mehr als im Vorjahr. Bundesweit fiel die Zunahme mit 2,3 Prozent etwas geringer aus.

Hinsichtlich der einzelnen Wirtschaftsbereiche wies in Baden-Württemberg das Verarbeitende Gewerbe mit 5,8 Prozent die höchsten Verdienstzuwächse auf. Ursache der stark steigenden Pro-Kopf-Werte der Bruttolöhne und -gehälter dürfte vor allem die in Folge des Wirtschaftsaufschwungs wieder zunehmende Zahl der geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer sein, die im Jahr 2009 aufgrund der massiven Ausweitung der Kurzarbeit deutlich zurückging und damit auch zu stark rückläufigen Bruttolöhnen und -gehältern im Verarbeitenden Gewerbe führte.

Für die in den Dienstleistungsbereichen beschäftigten Arbeitnehmer ist für das Jahr 2010 ebenfalls ein Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter zu beobachten: rund 1,8 Prozent oder 460 Euro über dem Vorjahresniveau lagen die in diesem Wirtschaftsbereich gezahlten Löhne und Gehälter. In 2009 belief sich die Steigerungsrate auf 0,9 Prozent.

(Redaktion)