Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mo, 15.10.2012 10:58

Bruttowerbemarkt erreicht 18,2 Milliarden Euro

In Deutschland stieg der Bruttowerbedruck in den ersten drei Quartalen 2012 auf ein Brutto-Niveau von rund 18,2 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 bedeutet das ein minimales Wachstum von einem Prozent. Das zeigt eine Untersuchung von Nielsen Media Research.


Im dritten Quartal 2012 entwickelte sich der Werbemarkt mit minus einem Prozent sogar rückläufig. Dafür ist insbesondere die schwache Entwicklung im Juli verantwortlich (-2,2 Prozent). Im August stagnierte der Bruttowerbedruck mit -0,1 Prozent. Der September brachte mit einem nur leicht größeren Minus (-0,7 Prozent) zwar keinen Aufwärtstrend, aber auch keine wesentliche Verschärfung.

Im Detail zeigt sich jedoch: Auch im aktuellen Werbemarkt gibt es Wachstumstreiber, und das nicht nur unter den Top-50-Akteuren: Samsung beispielsweise nahm 21 Millionen Euro zusätzlich in die Hand und steigerte damit sein Werbebudget um gut 80 Prozent. Davon floss ein großer Teil in Werbung für die Galaxy-Serie. Die Werkstattkette A.T.U. gab 20 Millionen Euro mehr aus als im Vergleichszeitraum 2011 – überwiegend für Fernsehwerbung. Und die Allianz Versicherung steigerte ihre Werbeausgaben um knapp 16 Millionen Euro. Der Schwerpunkt lag dabei im dritten Quartal ebenfalls auf der Fernsehwerbung.

Auf absoluter Basis verzeichnet die Unternehmenswerbung die höchsten Zuwächse (rund 116 Millionen Euro). Mit ähnlich hohen Zuwächsen (knapp 116 Millionen Euro) wurde die PKW-Branche erneut werbestärkste Branche. Sie investierte rund 1,2 Milliarden Euro in die Werbung. Das bedeutet eine Steigerung von 10,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011.

In der Jahresbetrachtung war Internetwerbung einmal mehr der Wachstumssieger schlechthin (plus 18,2 Prozent). Radiowerbung erreichte ein Wachstum von 5,2 Prozent. Auch bei der TV-Werbung ist eine positive Entwicklung (2,6 Prozent) zu notieren.

Alle anderen Mediengattungen verzeichneten Rückgänge: Bei der Out of Home-Werbung ging der Werbedruck um 2,6 Prozent zurück. Im Printbereich gab es Rückgänge um insgesamt -5,1 Prozent. Dabei herrschte bei den Fachzeitschriften mit -0,6 Prozent nahezu Stagnation. Publikumszeitschriften (-4,6 Prozent) und Tageszeitungen (-5,8 Prozent) waren stärker von der Werbezurückhaltung der Unternehmen betroffen.

Erneut musste die Kinowerbung auf Jahresbasis den stärksten Rückgang aller Mediengattungen (-8,2 Prozent) hinnehmen. Hier schlagen allerdings noch die schwachen Sommermonate mit der Konkurrenz durch die großen Sportevents wie Fußball-Europameisterschaft und Olympia durch. Im August und September 2012 schaffte die Kinowerbung bereits wieder positive Entwicklungsraten, wobei besonders der August mit einem Plus von 14,6 Prozent glänzte. Kino-Highlights, wie z. B. der neue „James Bond 007 – Skyfall“, lassen zum Jahresende die Aussichten für Kinowerbung weiterhin positiv erscheinen.

(Redaktion)