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Wirtschaft | Do, 09.02.2012 11:42

Bürofachberufe im Südwesten am beliebtesten

Unter den 10 häufigsten Berufsgruppen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg stehen Bürofach- und -hilfskräfte mit deutlichem Abstand an erster Stelle. 2011 waren im Südwesten gut 592.000 der insgesamt fast 4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Bürofach- oder Bürohilfskraft tätig. Hierzu gehören beispielsweise Industriekaufleute oder Verwaltungsfachkräfte. Dies teilt das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit mit.


Nach den  Bürofachkräften folgen Warenkaufleute wie z.B. Groß- und Einzelhandelskaufleute (321.000 Beschäftigte), Gesundheitsdienst- und sozialpflegerische Berufe (274.000 bzw. 170.000 Beschäftigte) sowie die zu der Gruppe der MINT-Berufe gehörenden Techniker (148.000 Beschäftigte), Ingenieure und Rechnungs- bzw. Datenverarbeitungsfachleute (142.000 und 141.000 Beschäftigte). Lager- und Transportarbeiter, Beschäftigte in Metallberufen sowie Bank- und Versicherungskaufleute stehen in der Beliebtheitsskala auf den Rängen 8 bis 10 (131.000 bis 113.000 Beschäftigte). In den genannten 10 Berufsgruppen arbeiten insgesamt mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land.

Aktuell sind in den einzelnen Berufsfeldern Männer und Frauen meist unterschiedlich stark vertreten. Bei den Technikern und Ingenieuren waren 2011 Männer mit einem Anteil von 90 bzw. 89 Prozent fast überwiegend unter sich. Demgegenüber sind Gesundheitsdienst- und sozialpflegerische Berufe eine Domäne der Frauen. Hier lag die Frauenquote bei 89 bzw. 83 Prozent.

In den letzten 10 Jahren gab es bei den Pflegeberufen den höchsten Stellenzuwachs. Landesweit stieg hier die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um über 43 Prozent oder gut 51.000 an, während die Gesamtbeschäftigtenzahl im gleichen Zeitraum lediglich um gut 3 Prozent oder 133.000 Arbeitsplätze zunahm. Damit entfielen fast 40 Prozent des gesamten Stellenzuwachses im Land auf sozialpflegerische Berufe, zu denen neben Sozialarbeitern und Altenpflegern auch Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sowie Sozialpädagogen und Heimleiter zählen. Zweistellige Zuwachsraten gab es auch bei den Gesundheitsdienstberufen (+41.000 bzw. +18 Prozent), den Warenkaufleuten (+28.000 bzw. +10 Prozent) und den Ingenieuren (+21.000 bzw. +17 Prozent).

Demgegenüber waren einzelne Berufsgruppen 2011 weniger häufig vertreten als 10 Jahre zuvor. Der größte Beschäftigungsrückgang war mit einem Minus von über 17.000 Beschäftigten bzw. –13 Prozent in der Berufsgruppe „Montierer und Metallberufe“ zu beobachten. Auch bei den Bank- und Versicherungskaufleuten sowie den Technikern ging die Beschäftigtenzahl zurück (–9.000 Beschäftigte bzw. –7 Prozent, –  2 .00 Beschäftigte bzw. – 1 Prozent).

(Redaktion)