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| Do, 07.10.2010 09:43

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernimmt Schirmherrschaft für die IWRM Karlsruhe 2010

Wassermanagement als globale Aufgabe: Nach Einschätzung der Vereinten Nationen sind mehr als zwei Milliarden Menschen in über 40 Ländern von Wasserknappheit betroffen; rund 900 Millionen Menschen auf der Erde haben keinen direkten Zugang zu Trinkwasser. Wie sich diese Probleme lösen lassen können und wie man eine Grundlage für neue Technologien und Modelle schaffen kann, das sind die Themen der IWRM Karlsruhe 2010 – Integrated Water Resources Management. Diese neue Fachkonferenz mit einer begleitenden Ausstellung lädt vom 24. bis 25. November 2010 Entscheidungsträger, Dienstleister, Politiker und Wissenschaftler aus aller Welt ins Kongresszentrum Karlsruhe ein. In 60 Vorträgen, aufgeteilt in 15 Sessions, werden hochkarätige Forscher und Experten aus 18 Nationen die topaktuellen Themen vorstellen und neue Ansätze und Lösungen suchen.


In seiner globalen Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik engagiert sich auch Deutschland stark für das Integrierte Wasserressourcen-Management. Deutschland, einer der größten bilateralen Geber in diesem Sektor, unterstützt Partner in mehr als 60 Ländern darin, ihre Wasserressourcen besser zu verwalten und das Recht auf Wasser zu realisieren.

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland, ist Schirmherr der IWRM Karlsruhe 2010: „Wie  soll es in Anbetracht der zunehmenden Wasserknappheit, künftig gelingen, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, die Megastädte der Zukunft mit Trinkwasser zu versorgen und die Wirtschaft und Energieversorgung in Schwung zu halten? Wie gehen wir mit zunehmenden Umweltkatastrophen wie Dürren, Überflutungen und dem steigenden Meeresspiegel um? Das Integrierte Wasserressourcen-Management kann uns helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden, die die ökologische und soziale Entwicklung optimal fördern, aber die Nachhaltigkeit und die Ökosysteme nicht preisgeben. Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für die IWRM Karlsruhe 2010 übernommen.“

Highlights des Konferenzprogramms der IWRM Karlsruhe 2010 sind vier hochkarätig besetzten Keynote-Beiträge. Renommierte Experten aus internationalen Organisationen, Wirtschaft und Wissenschaft werden sich zu aktuellen Fragen der globalen Wassersituation äußern und die technologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen des IWRM erörtern. So wird beispielsweise Prof. Dr. Stephen Foster, Direktor des Groundwater Management Advisory Teams der Weltbank (Washington, USA), kritisch das Thema Umgang und Schutz des Grundwassers in Entwicklungsländern beleuchten. Der sorglose Umgang mit Grundwasser in vielen Entwicklungsländern und die Verschmutzung durch übermäßigen Landbau oder durch unkontrolliertes Wachstum der Städte wird in naher Zukunft eine der größten Herausforderungen für die betroffenen Länder – und für die Weltgemeinschaft sein.

1,5 Milliarden Menschen sollen künftig einen verbesserten Wasserzugang bekommen, jährlich müssten dafür rund 100 Millionen Menschen mit neuen Wasseranschlüssen versorgt werden. Dies ist eines der Ziele des „UN-Water Decade Programme on Capacity Development“ (UNW-DPC), das seit 2007 die Aktivitäten von mehr als zwei Dutzend UN-Organisationen und Programmen stärkt und unterstützt. Wie diese globalen Herausforderungen zu meistern sind, erläutert Dr. Reza Ardakanien von der United Nations Universität in Bonn, Gründungsdirektor des UNW-DPC.

Auf der begleitende Fachausstellung der IWRM Karlsruhe 2010 präsentieren Anbieter und Dienstleister aus den Bereichen Geologie, Hydrologie und der Wasserwirtschaft sowie Software-Anbieter, Ingenieurbüros und Hersteller von mobilen Wasseraufbereitungsanlagen sowie die Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Bildung ihre aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Wasserressourcenmanagement.

„Green Building“, zu Deutsch „nachhaltiges Gebäude“, nennt sich das neue Team des Geschäftsbereichs Industrie der Firma Huber aus Berching, das sich auf der IWRM Karlsruhe 2010 präsentieren wird. Ihr Ansatz: Wenn bereits bei der Bauplanung von Hotels, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Bürogebäuden ein nachhaltiges Ver- und Entsorgungssystem berücksichtigt wird, sinkt die Abhängigkeit von Wasser- und Stromversorgern. So können beispielsweise Hotels durch ReUse-Systeme ihren Abwasserverbrauch reduzieren und somit Wasser – und Kosten sparen.

Die Ausstellerliste, das aktuelle Kongressprogramm und weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter www.iwrm-karlsruhe.com.

(Redaktion)