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Wirtschaft | Mi, 19.10.2011 08:57

Bundesweit arbeitet fast jeder fünfte Ingenieur in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg arbeiteten zum Jahresende 2010 über 152.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieurfachkräfte, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Darunter waren rund 18.300 Frauen. Nur in Nordrhein-Westfalen sind mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigte Frauen in Ingenieurberufen tätig. Wie das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit mitteilt, hatte insgesamt rund jeder fünfte Ingenieur in Deutschland seinen Arbeitsplatz im Südwesten.


Allein in den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der Ingenieurfachkräfte in Baden-Württemberg um über 19.000 Personen. Davon waren fast 7.300 oder knapp 40 Prozent Frauen. Prozentual betrachtet war der Zuwachs an Beschäftigten in Ingenieurberufen mit +14,4 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt (+5,6 Prozent) und gut siebenmal höher als der Anstieg der Gesamtbeschäftigung im Land (+2,0 Prozent). Diese Entwicklung spiegelt die starke technologische Ausrichtung und den großen Erfinderreichtum der baden-württembergischen Unternehmen und damit die überdurchschnittlich starke Nachfrage nach hochqualifizierten Beschäftigten in wissenschaftlich-technischen Berufen wider.

Bezogen auf die aktuell insgesamt rund 3,94 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten übten 2010 insgesamt 3,9 Prozent aller Beschäftigten einen Ingenieurberuf aus. Damit belegte Baden-Württemberg im Bundesgebiet Platz 1 vor den Stadtstaaten Hamburg und Bremen mit einer Quote von jeweils 3,6 Prozent sowie Bayern mit 3,3 Prozent. Am niedrigsten waren die Anteile in Mecklenburg-Vorpommern mit 1,7 Prozent sowie im Saarland und Sachsen-Anhalt mit jeweils 1,8 Prozent. Deutschlandweit lag der entsprechende Wert bei 2,8 Prozent.

Trotz der insgesamt sehr guten Beschäftigungsmöglichkeiten für Ingenieurfachkräfte in Baden-Württemberg zeigen sich doch deutliche regionale Unterschiede. Von den insgesamt 44 Stadt- und Landkreisen des Landes hatte Ende 2010 der Landkreis Böblingen bezogen auf die dort insgesamt Beschäftigten mit 8,2 Prozent den höchsten Anteil an Beschäftigten in Ingenieurberufen. An zweiter und dritter Stelle folgten der Bodenseekreis und der Stadtkreis Stuttgart (7,5 bzw. 7,1 Prozent). Alle drei Kreise zeichnen sich durch eine sehr hohe Bedeutung forschungsintensiver Wirtschaftsbereiche aus. Gemessen an der jeweiligen Gesamtbeschäftigung im Kreis arbeiteten im Landkreis Calw, im Stadtkreis Baden-Baden und im Landkreis Waldshut am wenigsten Ingenieure, wo die Anteile lediglich 1,3 bzw. 1,5 Prozent betrugen.

(Redaktion)