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Wirtschaft | Fr, 16.08.2013 10:42

Chemische Industrie in Baden-Württemberg verzeichnet nur leichte Zuwächse

Im ersten Halbjahr betrugen die Umsätze der Chemie- und Pharma-Unternehmen in Baden-Württemberg 9,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent. Im Inland gingen die Umsätze drastisch um 6,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zurück. Die Auslandsumsätze betrugen 5,8 Milliarden Euro. Sie stiegen um 6,9 Prozent.


„Die teilweise schwierige Situation in wichtigen Abnehmerbranchen unserer Unternehmen schlägt durch“, sagte Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg. „Hier sind insbesondere die Automobilbranche und der Maschinenbau zu nennen. Hinzu kommen die Unsicherheiten, was die Entwicklung im Inland nach der Bundestagswahl angeht.“

Die baden-württembergische Chemie- und Pharmaindustrie erwartet daher, wenn überhaupt, lediglich einen schwachen Zuwachs für das gesamte Jahr 2013. Die Chemie-Produktion wird nur leicht wachsen. Derzeit ist die Kapazitätsauslastung der Branche in Deutschland mit 84 Prozent noch befriedigend. Sie liegt damit allerdings deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2007.

In der größten Teilbranche Pharma (35 Prozent Anteil) stiegen die Erlöse um 4,5 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Dabei entfielen 3,2 Milliarden Euro (+ 13,8 Prozent) auf das Auslandsgeschäft. Die Umsätze der baden-württembergischen Chemie ohne Pharma waren im ersten Halbjahr negativ (-1,2 Prozent). Sie sanken auf 5,1 Milliarden Euro. Der Umsatzrückgang im Inland betrug hier 2,4 Prozent (Ausland – 0,6 Prozent). Die Umsätze der Farben- und Lack-Industrie im Land stagnierten bei leichten Zuwächsen im Auslandsgeschäft (+ 2,4 Prozent) und einem Rückgang von 0,9 Prozent im Inland.

Im ersten Halbjahr 2013 ging die Beschäftigung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie im Land um drei Prozent auf 54.244 Beschäftigte zurück. Für das Jahr 2012 konnte noch ein Zuwachs von 3,9 Prozent verzeichnet werden. Dazu Thomas Mayer: „Offenbar reagieren die Unternehmen bereits auf die steigenden Lohnstückkosten.“

(Redaktion)