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| Di, 10.03.2009 10:49

CO²-Emissionen in Baden-Württemberg sinken 2007 auf 71 Millionen Tonnen

Milder Winter und erhöhte Energiepreise drücken Gas- und Heizölverbrauch Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes sanken die energiebedingten CO²-Emissionen in Baden-Württemberg 2007 auf rund 71 Millionen Tonnen. Die Emissionsfracht lag damit um mehr als 8 Prozent niedriger als in den Jahren 2005 und 2006. Auch die Emissionen des Referenzjahres für die nationalen Klimaschutzziele 1990 wurden um gut 3 Mill. t unterschritten. Je Einwohner errechnen sich für 2007 rund 6,6 t CO². Auch das ist deutlich weniger als der bislang niedrigste Wert seit 1990, der mit knapp 7 t im Jahr 2004 erreicht worden war.

Energiebedingte CO²-Emissionen in Baden-Württemberg seit 1990 nach Verursachern. Zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken.

Energiebedingte CO²-Emissionen in Baden-Württemberg seit 1990 nach Verursachern. Zur Vergrößerung bitte auf die Grafik klicken.


Die deutlich verringerten Emissionen resultieren hauptsächlich aus dem niedrigen Verbrauch fossiler Energie bei der Raumwärme- und Warmwassererzeugung in Privathaushalten und bei anderen Kleinverbrauchern (Gewerbe, Handel und Dienstleistungen). Knapp ein Viertel der direkten CO²-Emissionen im Land entsteht durch diese Endverbraucher. Der extrem milde Winter, aber auch die gestiegenen Öl- und Gaspreise haben hier stark verbrauchsreduzierend gewirkt. Zusätzlich zu berücksichtigen sind Sondereffekte beim lagerfähigen Heizöl. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2007 und einen vorübergehenden Preisrückgang waren die Heizöltanks noch Ende 2006 gefüllt worden. Die Absatzmenge lag deshalb 2007 niedriger als der Verbrauch. Die Berechnungen der Emissionen beruhen aber auf den im Betrachtungszeitraum abgesetzten Mengen.

Zum Rückgang der CO²-Emissionen haben, wenngleich in geringerem Umfang, auch andere Sektoren beigetragen. Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, wurden 2007 von den Kraftwerken für die allgemeine Versorgung im Land rund 5 Prozent weniger CO² ausgestoßen als im Vorjahr. Hauptgründe waren ein geringerer Einsatz von Kohle und der gleichzeitig erhöhte Einsatz erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung. Die Kraftwerke tragen landesweit mit immerhin knapp 30 Prozent zu den energiebedingten CO²-Emissionen bei. Weitere fast 30 Prozent entstehen im Straßenverkehr. Dort sind die Emissionen, wie bereits in den Jahren zuvor, trotz anhaltender Zunahme der Fahrleistungen im Personen- und Güterverkehr um knapp 1 Prozent zurückgegangen. Gründe sind hier der Einsatz verbrauchsreduzierender Techniken in Neuwagen sowie kraftstoffsparendes Fahrverhalten, aber auch der erhöhte Anteil von Biokraftstoffen.

In der Industrie (rund 15 Prozent des Emissionsaufkommens) ist der CO²-Ausstoß trotz deutlicher Produktionssteigerungen im Jahr 2007 gegenüber 2006 stabil geblieben. Im sonstigen Verkehr (Flug-, Schiffs-, Schienenverkehr sowie landwirtschaftliche Zugmaschinen, Baumaschinen etc.), der zu knapp 3 Prozent zu den direkten CO²-Emissionen beiträgt, konnte bislang keine Abnahme erzielt werden.

Quelle. Statistisches Landesamt