Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 09.06.2011 08:11

Deutsche Exporte im April 2011: + 13,4 Prozent zum April 2010

Im April 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 84,3 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 73,4 Milliarden Euro eingeführt. Damit waren die deutschen Ausfuhren im April 2011 um 13,4 Prozent und die Einfuhren um 20,1 Prozent höher als im April 2010. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber März 2011 um 5,5 Prozent und die Einfuhren um 2,5 Prozent ab. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mit.


"Die deutschen Exporte sind im April weniger stark gestiegen als in den Vormonaten und sind im Vergleich zum Vormonat sogar um 5,5 Prozent gesunken. Diese Zahlen geben jedoch noch keinen Anlass zur Beunruhigung, zumal es sich nur um Monatsergebnisse handelt, die vielfältigen kurzfristigen Einflüssen unterliegen. Die Auslandsaufträge, speziell jene aus den Ländern außerhalb der EU, zeigen jedenfalls weiterhin einen Aufwärtstrend und stimmen uns für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Die Nachfrage nach deutschen Produkten insbesondere aus den boomenden Schwellenländern scheint nach wie vor ungebrochen", so  Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zu den Außenhandelszahlen vom April 2011.

Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2011 mit einem Überschuss von 10,9 Milliarden Euro ab. Im April 2010 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 13,2 Milliarden Euro betragen. Der Außenhandelsbilanzüberschuss lag im April 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 12,0 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (– 1,0 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+ 2,3 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (– 1,9 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (– 1,4 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im April 2011 mit einem Überschuss von 8,8 Milliarden Euro ab. Im April 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 12,0 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2011 Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 46,8 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber April 2010 stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 15,1% und die Eingänge aus diesen Ländern um 22,8%. In die Länder der Eurozone wurden im April 2011 Waren im Wert von 34,5 Milliarden Euro (+ 13,5%) geliefert und Waren im Wert von 33,0 Milliarden Euro (+ 20,7%) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2011 Waren im Wert von 16,6 Milliarden Euro (+ 18,6%) ausgeführt und Waren im Wert von 13,8 Milliarden Euro (+28,2%) von dort ein­geführt.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im April 2011 Waren im Wert von 33,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber April 2010 nahmen die Exporte in die Drittländer um 11,0% und die Importe von dort um 15,6% zu.

(Redaktion)