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Wirtschaft | Do, 15.09.2011 11:12

Deutsche Exporte steigen um 14,7 Prozent

Die deutschen Ausfuhren stiegen von Januar bis Juni 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 14,7 % auf 525,6 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das ein preisbereinigter Anstieg um 10,1 %.


Die Versendungen in die EU-Mitgliedsländer erhöhten sich nominal um 13,4 % auf 317,3 Milliarden Euro und verzeichneten damit einen geringeren Anstieg als die deutschen Gesamtausfuhren. In die Eurozone wurden Waren für insgesamt 214,7 Milliarden Euro (+ 11,9 %) geliefert, in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder gingen Waren im Wert von 102,6 Milliarden Euro (+ 16,7 %).

Im ersten Halbjahr 2011 haben innerhalb der EU vor allem die Ausfuhren nach Osteuropa zugenommen, allen voran in die baltischen Staaten (Estland + 39,5 %, Litauen + 31,5 %, Lettland + 31,0 %), aber auch in die Slowakei (+ 28,3 %), nach Polen (+ 21,0 %), in die Tschechische Republik (+ 20,3 %) und nach Rumänien (+ 18,5 %). Die Lieferungen nach Griechenland (- 7,9 %) und Portugal (- 2,2 %) sind im gleichen Zeitraum hingegen zurückgegangen.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU ("Drittländer") stiegen um 16,7 % auf 208,3 Milliarden Euro und erhöhten sich damit etwas stärker als die Gesamtausfuhren. Ihr Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren betrug im ersten Halbjahr 2011 39,6 %. Besonders hohe Zuwächse gab es hier unter anderem bei den Lieferungen in die Türkei (+ 45,0 % auf 10,6 Milliarden Euro), in die Russische Föderation (+ 38,7 % auf 15,8 Milliarden Euro) und nach China (+ 25,2 % auf 31,6 Milliarden Euro). Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten nahmen im Vergleich dazu nur um 14,0 % auf 35,2 Milliarden Euro zu. Unterdurchschnittliche Exportzuwächse beim Export in Drittländer verzeichneten auch der Handel mit der Schweiz (+ 15,0 % auf 23,0 Milliarden Euro), mit Japan (+ 11,4 % auf 7,0 Milliarden Euro), mit Brasilien (+ 9,2 % auf 5,4 Milliarden Euro) und Kanada (+ 13,1 % auf 3,6 Milliarden Euro).

Die deutschen Einfuhren wiesen im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Plus von 16,4 % auf und beliefen sich auf 446,5 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhte sich die Einfuhr um 7,3 %.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 16,1 % auf 253,3 Milliarden Euro, aus den Ländern außerhalb der EU wurden Waren im Wert von insgesamt 193,2 Milliarden Euro bezogen (+ 16,8 %). Innerhalb der EU stiegen die Warenbezüge aus einigen osteuropäischen Ländern überdurchschnittlich an, unter anderem aus Estland (+ 37,5 %), Rumänien (+ 28,2 %), Bulgarien (+ 24,0 %), Slowenien (+ 23,4 %), der Slowakei (+ 21,8 %), der Tschechischen Republik (+ 18,4 %) und Polen (+ 17,1 %).

Deutlich mehr Waren als im ersten Halbjahr 2010 konnten Brasilien und Indien im ersten Halbjahr 2011 in Deutschland absetzen: Der Handel mit Brasilien wuchs um 38,8 % auf 5,8 Milliarden Euro, Indien setzte 35,9 % mehr Waren im Wert von insgesamt 3,9 Milliarden Euro ab.

(Redaktion)