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Franchising | Do, 14.06.2012 09:57

Deutsche Franchise-Wirtschaft bleibt auch 2011 stark

Die deutsche Franchise-Wirtschaft baut ihre Position weiter aus. Das zeigt eine aktuelle statistische Erhebung im Auftrag des DFV (Deutscher Franchise-Verband e.V.) zur Entwicklung des Wirtschaftszweigs für 2011. Besonders positiv sind die Zahlen bei den Franchise-Beschäftigten: Insgesamt rund 496.300 Berufstätige gibt es derzeit im Franchising. Das entspricht einem deutlichen Zuwachs von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutsche Franchise-Wirtschaft auf einen Blick. (Grafik: DFV)

Deutsche Franchise-Wirtschaft auf einen Blick. (Grafik: DFV)


Bei der Zahl der Franchise-Nehmer zeigt sich mit etwa 66.900 selbstständigen Unternehmern ein leichtes Wachstum von 2,1 Prozent im Vergleich zu 2010. Gleiches gilt für die Zahl der Franchise-Geber, die mit etwa 990 annähernd identisch geblieben ist. Beim Gesamt-Umsatz konnte die deutsche Franchise-Wirtschaft hingegen um 9,6 Prozent kräftig zulegen und erwirtschaftete ca. 60,4 Mrd. Euro.

Verschiebungen gibt es bei der Branchenaufteilung: Im Dienstleistungsbereich sind aktuell 40 Prozent der Franchise-Systeme angesiedelt. 2010 waren das noch 46 Prozent. Hinzugewonnen hat dagegen deutlich das Handwerk mit 12 Prozent (2010: 7 %) sowie - mit leichten Zuwächsen - das Gastgewerbe (Gastronomie/Hotellerie) mit 16 Prozent (2010: 15 %). Unverändert stark ist der Handel mit 32 Prozent.

"In allen Bereichen konnte die Franchise-Wirtschaft zulegen, besonders positiv sind dabei die Zahlen für den Arbeitsmarkt mit etwa 33.000 neuen Beschäftigungsverhältnissen“, zeigt sich Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV, zufrieden. "Das ist kein singuläres Ergebnis, wie die Ergebnisse aus den Erhebungen der vergangenen Jahre belegen. Das Franchising in Deutschland ist ein echter Job-Motor!"

Zu den Branchen-Entwicklungen erklärt Brodersen: "Seit etlicher Zeit prognostizieren wir einen Zuwachs im Handwerk, da ein Ausbau des Netzwerkgedankens hier hilft, Synergien zu generieren und Existenzen zu sichern. Nun stützen die Zahlen unsere Thesen." Den offensichtlichen Rückgang im Dienstleistungssektor erklärt der DFV-Geschäftsführer mit Bereinigungsprozessen. "Nur Anbieter, die wirklich überzeugende Dienstleistungen und klare Alleinstellungsmerkmale bieten, können dauerhaft am Markt bestehen. Dass nicht wenige Systeme diese Anforderungen wohl nicht erfüllen konnten, spiegelt sich jetzt in der aktuellen Branchenverteilung wider."

(Redaktion)