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Vermischtes | Mi, 18.12.2013 12:59

Deutsche sind zuversichtlich für 2014

Beim Blick in die Zukunft wird es derzeit mehr Bundesbürgern warm ums Herz als noch vor einem Jahr: Im vierten Quartal 2013 sehen bundesweit 38 Prozent der Bevölkerung der Gesamtsituation in Deutschland in den nächsten zwölf Monaten „mit Zuversicht“ oder gar „mit großer Zuversicht“ entgegen. Mit diesem Ergebnis liegt der Wert für Deutschlands Zukunft derzeit fünf Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2012. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.


Am stärksten gestiegen sei die Zuversicht für die allgemeine Wirtschaftslage Deutschlands im kommenden Jahr. Sie liege acht Prozentpunkte höher als zum Jahresende 2012. Einen ähnlichen Zuwachs habe auch der Stimmungswert für die Sicherheit der Arbeitsplätze erfahren (plus fünf Prozentpunkte): Die zukünftige Situation am Arbeitsmarkt stimmte 29 Prozent der Menschen in Deutschland derzeit optimistisch.

„Im Laufe des Jahres hat die Konjunktur in Deutschland allmählich an Schwung gewonnen“, sagt Dr. Michael Heise, Chefökonom der Allianz. „Positive Impulse wie die Belebung der Weltwirtschaft und erste Stabilisierungstendenzen im Euroraum führen zu einer spürbaren Belebung des Exports. Das sichert Arbeitsplätze. Seit vielen Jahren war die Beschäftigungsquote nicht mehr so hoch wie zum Jahresende 2013. Das stimmt die Bundesbürger zuversichtlich für das neue Jahr.“

Ganz anders dagegen sei es um die gefühlte Lage der Nation beim Gedanken an den Umwelt- und Klimaschutz bestellt: Hier zeige das Stimmungsbarometer im vierten Quartal 2013 deutlich nach unten. Lediglich 28 Prozent der Bundesbürger seien zuversichtlich, dass sich bei diesem Thema das Jahr 2014 positiv entwickeln wird.

„Die großen Erwartungen an die Energiewende haben sich bislang nicht erfüllt“, sagt Kommunikationswissenschaftler Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz-Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet. „Der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie stockt. Die Stromüberlandleitungen kommen auch nicht voran. Gleichzeitig wachsen die Strompreise für die Verbraucher in den Himmel. Diese Situation schürt die Enttäuschung der Menschen und dämpft die Zuversicht, dass sich in den kommenden Monaten die Lage rund um Klima- und Umweltschutz erkennbar bessern wird.“

Schlusslichter bei der Zuversicht seien nach wie vor die gesetzlichen Sicherungssysteme: Für die Zukunft der gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung seien 25 Prozent der Bürger optimistisch (minus ein Prozentpunkt), für die gesetzliche Rentenversicherung lediglich 16 Prozent (plus ein Prozentpunkt).

Die Mehrheit der Bundesbürger schätze das Jahr 2014 zuversichtlich ein, wenn es um persönliche Belange geht: 66 Prozent der Menschen seien guter Dinge für ihr Leben in den kommenden zwölf Monaten. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Das eigene Zuhause (81 Prozent) und das familiäre Umfeld (74 Prozent) bilden dabei die gewichtigsten Anker für die persönliche Zuversicht. Insbesondere Familie, Partnerschaft und Kinder stimmen optimistischer als noch vor einem Jahr (plus fünf Prozentpunkte).

Für Stabilität sorge die Einschätzung des künftigen persönlichen Budgets: Der Blick ins eigene Portemonnaie stimme mehr als die Hälfte der Bevölkerung zuversichtlich (58 Prozent). Die finanzielle Versorgung bei Krankheit und Pflege sehen 43 Prozent mit Zuversicht und für ihre finanzielle Versorgung im Alter seien 39 Prozent der Menschen optimistisch.

Der bundesweite Vergleich der Regionen zeigt: Im Süden der Republik sei die Stimmung am besten. In den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern haben im vierten Quartal 2013 die meisten Menschen auf die Frage, wie sie der Gesamtsituation in Deutschland und ihrer persönliche Lage in den nächsten zwölf Monaten entgegensehen, „mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“ geantwortet.

Im Südwesten liege die Zuversicht für Deutschlands Zukunft mit 47 Prozent leicht vor der Zuversicht im Südosten (43 Prozent). Bei der persönlichen Stimmung sei es gerade umgekehrt: Für ihr eigenes Leben seien die Bayern mit 71 Prozent einen Hauch optimistischer als die Baden-Württemberger (70 Prozent).

„Der Süden Deutschlands ist bundesweit führend, wenn es um Wirtschaftskraft und Innovationsstärke geht“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider. „Gute Konjunkturdaten und ein stabiler Arbeitsmarkt lassen die Menschen zuversichtlich ins Jahr 2014 blicken.“

(Redaktion)