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Wirtschaft | Do, 30.10.2008 12:13

Deutschland-Sieger des European Enterprise Award 2008 stehen fest

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Mittelstands-beauftragte der Bundesregierung, Hartmut Schauerte, hat am Montag, 27. Oktober, die Deutschland-Sieger des diesjährigen European Enterprise Award bekannt gegeben.

European Enterprise Award


Eine zehnköpfige Expertenjury unter Beteiligung des BMWi hat das in Pfarrkirchen ansässige Unternehmergymnasium Bayern und die Waldkircher Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft bmH aus Baden-Württemberg als Sieger der deutschen Vorausscheidung für den European Enterprise Award nominiert.

Hartmut Schauerte: "Beide Projekte setzen wichtige, neue Akzente in der Entrepreneurship-Förderung auf regionaler Ebene. Die gezielte Förderung von Unternehmertalenten in Schulen und die Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen tragen maßgeblich zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung bei. Wir hoffen, dass diese Impulse von vielen weiteren Förderakteuren in Deutschland und der EU aufgegriffen werden".

Die beiden ausgezeichneten Projekte nehmen nun als deutsche Vertreter an dem europaweiten Wettbewerb der Europäischen Kommission teil. Mit dem in fünf Kategorien verliehenen Award werden beispielhafte Maßnahmen prämiert, die Entrepreneurship auf lokaler, regionaler und zum Teil nationaler Ebene fördern.

Mit dem Projekt "Unternehmertum mit Abitur" wendet sich das Unternehmergymnasium Bayern an Gymnasiasten aus ganz Bayern und dem benachbarten Ausland, die ein Unternehmen gründen wollen oder schon gegründet haben (www.unternehmergymnasium.de). Sie erhalten die Möglichkeit, Schule und Unternehmertum ideal miteinander zu verbinden. Zusätzlich zu dem regelmäßigen Schulunterricht durchlaufen die Schüler eine praxisorientierte Unternehmerausbildung. Von Praktikern aus der Wirtschaft geleitete wöchentliche Workshops vermitteln Fachwissen rund um das Thema "Unternehmensgründung". Jeder Schüler hat zudem einen Unternehmer als Paten, der als Mentor agiert und vertiefte Einblicke in die Unternehmensprozesse gewährt. Weitere praktische Erfahrungen sammeln die Schüler durch die Mitarbeit in Schülerfirmen und die Teilnahme an Wettbewerben. Die enge Kooperation mit einem Netzwerk von mehr als 60 Unternehmen bildet die Grundlage für den Erfolg der vielfältigen Aktivitäten. 

Die Waldkircher Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft bmH (WABE) ist ein umfassendes Netzwerk aus Unternehmen, Bürgern und öffentlicher Hand zur regionalen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (www.wabe-waldkirch.de). Ziel der WABE ist die Förderung arbeitsloser Menschen und deren berufliche und soziale Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Dabei werden vier Zielgruppen unterschieden, für die ein spezielles Fünf-Stufen-Modell entwickelt wurde. Dies umfasst u.a. die Vermittlung grundlegender "Arbeitstugenden", das Erlernen von Grundkenntnissen in unterschiedlichen handwerklichen Bereichen, Zusatzqualifikationen wie EDV-Schulungen oder Gabelstaplerführerscheine, die Entwicklung individueller beruflicher Perspektiven und die Vermittlung von Praktika in Betrieben der Region. Alle Maßnahmen gehen mit einer gezielten sozialpädagogischen individuellen Betreuung einher. Die WABE betreibt ferner ein gemeinnütziges Unternehmen, das Dienstleistungen aller Art anbietet und damit "on the job" für den Arbeitsmarkt qualifiziert.

Die beiden Deutschland-Sieger konkurrieren nun auf europäischer Ebene um den European Enterprise Award. Die Bekanntgabe der Gewinner und die feierliche Preisverleihung finden am 13. Mai 2009 im Rahmen einer großen Gala in Prag statt.

Im Auftrag des BMWi agiert das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn als deutscher Kontaktpunkt des Wettbewerbs. Auf seiner Internet-Seite und in seinem Newsletter berichtet das IfM Bonn regelmäßig über neue Entwicklungen zum European Enterprise Award. Eine Dokumentation der beiden bisherigen Wettbewerbsrunden 2006 und 2007 mit ausführlichen deutschen Good-Practice-Beispielen steht dort ebenfalls zum Download bereit.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)