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Marketing & Personal | Mo, 26.01.2015 14:23

Die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt im Detail

Wer das Internet als Einkaufsmöglichkeit für sich entdeckt hat, kauft kaum mehr im Laden ein. Nur die Waren des täglichen Bedarfs werden nach wie vor offline gekauft, doch auch in diesem Bereich drängen die Online-Anbieter auf den Markt. Wer als Einzelhändler noch etwas von der Kaufkraft seiner Kunden abbekommen möchte, muss auf eine Kombination aus Off- und Onlinehandel setzen.


Vor etwa 20 Jahren waren die großen Einkaufszentren vor den Toren der Stadt ein Stich ins Herz vieler stationärer Einzelhändler. Denjenigen, die diesen Boom überstanden haben, ziehen inzwischen Onlinehändler die Kunden ab. Der Einzelhandel klagt seit Jahren über rückläufige Umsatzahlen. Es wird Zeit, etwas dagegen zu tun, bevor die Innenstädte verwaisen oder der letzte kleine Laden ums Eck seine Pforten schließt. Für die Händler selbst bedeutet das: neu orientieren, umstrukturieren und Hilfsangebote wie Locafox nutzen.

Der Internethandel boomt wie nie zuvor

Nur noch ein Drittel der Interneteinkäufer in Deutschland nutzt den stationären Einzelhandel für Non-Food. Über 80 Prozent der europäischen Internetnutzer bevorzugen zudem Vergleichsportale, bevor sie ihre Waren offline einkaufen. Während die Umsatzzahlen im stationären Einzelhandel rückläufig sind, boomt der Einkauf übers Internet. Das geht aus einer Erhebung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hervor, das die Zahlen der letzten beiden Jahre statistisch auswerten ließ. Auch die demographische Entwicklung spielt beim Einkaufsverhalten eine Rolle - die Anzahl der Single-Haushalte wird zunehmen.

Lebensmittelmärkte und Discounter müssen sich noch keine Gedanken machen, denn es ist nach wie vor billiger und sicherer, frische Waren direkt vor Ort zu beziehen. Doch auch hier ist ein Trend in Richtung „Online“ zu erkennen. Während Dienstleister im Lebensmittelsektor bereits erfolgreich das Internet nutzen, um Bestellungen für Pizza, Döner, Frühlingsrollen & Co. virtuell abzuarbeiten, beschränken sich die großen Lebensmittelmärkte auf Werbung im Netz und verlängern ihre Öffnungszeiten. Noch deckt der Lieferdienst für frische Nahrungsmittel nur einen Nischenbereich ab.

Den größten Zuwachs im Internethandel haben Bücher, Bild- und Tonträger (45 Prozent Online-Anteil), dicht gefolgt von Spielwaren (30 Prozent). Den dritten Platz belegen Elektronikwaren mit 20 Prozent, während sich Bekleidung, Schuhen und Textilien den vierten Platz teilen (15 Prozent). Möbel, Uhren/Schmuck, Kosmetik und DiY (Heimverkäufer) teilen sich die Prozentanteile im unteren Bereich. Hier ist noch viel Platz nach oben. Denn erst 20 Prozent aller stationären Einzelhändler haben den Sprung ins Internet geschafft.

Einzelhändler setzen auf Kombinationsmodelle

Die Vorteile des Internethandels liegen auf der Hand: geringere Kosten für Ladenmieten, größerer Kundenkreis, Unabhängigkeit von Öffnungszeiten sowie flexibleres Arbeiten. Das Internet kennt kein Ladenschlussgesetz. Doch nicht jeder kleine Laden mit spezialisiertem Angebot kann sich einen eigenen Onlineshop einrichten. Das Erfolgsmodell für die Zukunft des stationären Einzelhandels liegt in der Kombination aus Off- und Onlinehandel. Das Ladengeschäft selbst kann dabei bestehen bleiben.

Für die händlerfreundliche Kombination aus Offlineshop und Onlineshop haben sich einige Portale stark gemacht. Locafox bietet den Kunden zum Beispiel die Möglichkeit, ihr Wunschprodukt online auszusuchen und in einem Ladenlokal in ihrer Nähe zu bezahlen und abzuholen. Damit leistet der Kunde einen Beitrag für den Fortbestand des stationären Einzelhandels an seinem Wohnort, der Händler profitiert von den Möglichkeiten des Internets und gewinnt neue Stammkunden.

(Redaktion)