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Wirtschaft | Di, 10.02.2009 10:46

DIHK-Präsident Braun übergibt Stau-Atlas an Verkehrsminister Tiefensee

Mittel des Konjunkturpaketes richtig einsetzen

Stauatlas des DIHK


Fast 1.000 Kilometer des deutschen Autobahnnetzes sind derzeit überlastet. Dies zeigt der Stau-Atlas des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), den DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun heute Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee übergeben hat. Der Atlas enthält die dringendsten Straßenbauprojekte in Deutschland. Braun mahnte die Politik, umgehend die Beseitigung der Engpässe anzugehen. „Die zusätzlichen Investitionsmittel aus den Konjunkturprogrammen I und II müssen jetzt sinnvoll eingesetzt werden, damit der Ausbau am Ende auch wirklich den drohenden Verkehrsinfarkt verhindert.“

Der DIHK fürchtet, dass die geplanten Investitionen des Konjunkturprogramms in die falsche Richtung gehen. Da es derzeit kaum planfestgestellte "Schubladeprojekte" für Engpassbeseitigungen und Lückenschlüsse bei den Bundesautobahnen gibt, will die Politik jetzt vor allem Ortsumgehungen bauen. Zwar haben diese auch ihre Berechtigung, leisten aber keinen Beitrag zur dringend benötigten Kapazitätserhöhung im Autobahnnetz. "Der DIHK-Stau-Atlas zeigt die Prioritäten auf, wo zügig ausgebaut werden muss, damit der Verkehr auch künftig noch rollt. Für diese Projekte muss nun zügig die Baureife herbei geführt und mit dem Ausbau begonnen werden," forderte Braun.

Konkret stockt der Verkehr auf 976 Autobahnkilometern. Das sind 8 Prozent des Gesamtnetzes von 12.531 Kilometern. Auf 215 Km des Autobahnnetzes besteht schon jetzt die Gefahr eines Verkehrsinfarktes  - zu Lasten der Bürger und der Wirtschaft. Und der Verkehr wird weiter zunehmen: Bis 2025 wird mit einem Wachstum des Personenverkehrs um 19 Prozent und des Güterverkehrs um 70 Prozent gerechnet. Staus verursachen erhebliche Kosten durch Zeitverluste oder die Vorhaltung zusätzlicher Fahrzeuge und Erschwernisse bei Produktionsprozessen, die eine pünktliche Anlieferung erfordern.

Quelle: DIHK