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Wirtschaft | Mo, 17.03.2014 11:19

Drei Regionen in Baden-Württemberg zählen zu den wohlhabendsten in der EU

Mit Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen zählen drei Regierungsbezirke im Land zu den wohlhabendsten Regionen Europas mit der höchsten Wirtschaftskraft. Hierzu rechnet das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) jene Regionen, deren Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner unter Berücksichtigung der jeweiligen Kaufkraft den EU-Durchschnitt um mindestens 25 Prozent überschreitet. Auf Platz eins liegen Inner London, gefolgt von Luxemburg, Brüssel und Hamburg. Das teilt das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mit.


Eurostat hat regionale BIP-Daten für das Jahr 2011 für die insgesamt 272 so genannten NUTS 2-Regionen der 28 EU-Mitgliedstaaten, in Baden-Württemberg sind dies die vier Regierungsbezirke, veröffentlicht. Dabei reichte die Spannweite des BIP je Einwohner mit den niedrigsten Werten in den Regionen Severozapaden in Bulgarien und Nord-Est in Rumänien mit je 29 Prozent des EU-Durchschnitts (25.100 KKS) oder rund 7.200 KKS (Kaufkraftstandards) bis zu 321 Prozent bzw. 80.400 KKS in der britischen Hauptstadtregion Inner London.

Auf Grundlage der Kaufkraftstandards werden die Unterschiede zwischen den nationalen Preisniveaus berücksichtigt. Dabei wird das jeweils in nationalen Währungen berechnete BIP je Einwohner mittels den entsprechenden Kaufkraftparitäten in KKS umgerechnet, um so aussagekräftigere Regionalvergleiche der Wirtschaftskraft zu ermöglichen.

2011 erreichten insgesamt 41 Regionen ein BIP pro Kopf von über 125 Prozent des EU-Durchschnitts. Davon lagen allein elf in Deutschland. Unter den 20 bestplazierten EU-Regionen belegte Hamburg mit 50.700 KKS je Einwohner Rang vier vor Bratislava in der Slowakei (46.600 KKS) und der französischen Hauptstadtregion Île-de-France (45.600 KKS).

Der Regierungsbezirk Oberbayern mit der bayerischen Landeshauptstadt München lag mit 42.200 KKS pro Kopf auf Platz zehn, gefolgt von Darmstadt (40.500 KKS) und Bremen (39.700 KKS) auf den Plätzen zwölf und 14 sowie dem baden-württembergischen Regierungsbezirk Stuttgart (38.000 KKS) auf Rang 17. Die Regierungsbezirke Karlsruhe und Tübingen belegten im Spitzenfeld mit 34.000 KKS bzw. 33.300 KKS die Ränge 28 und 29, gefolgt von Freiburg mit 30.200 KKS bzw. 120 Prozent des EU-Durchschnitts auf Platz 53.

Die Auswertung zeigt weiter: Die Region Île-de-France ist mit Abstand der größte Wirtschaftsstandort (NUTS 2) in Europa mit einem BIP von 608 Milliarden Euro. Danach folgen die Lombardei mit 337 Milliarden und Inner London mit 276 Milliarden Euro.

(Redaktion)