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Wirtschaft | Mo, 20.06.2011 10:49

Durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinden in Baden-Württemberg bei 1.134 Euro

Nach ersten Ergebnissen der Schuldenstatistik waren zum 31.12.2010 nur 85 der 1.102 Gemeinden Baden-Württembergs schuldenfrei. Die Gemeinden mit schuldenfreiem Kernhaushalt und schuldenfreien Eigenbetrieben sind überwiegend Gemeinden mit unter 10.000 Einwohnern, in der Mehrheit sogar mit unter 5.000 Einwohnern.


Zu den schuldenfreien Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern zählen die Stadt Bietigheim-Bissingen im Landkreis Ludwigsburg – mit nahezu 43.000 Einwohnern die größte schuldenfreie Gemeinde – und Engen im Landkreis Konstanz. Weitere 69 Gemeinden wiesen zwar keine „Null-Verschuldung“ auf, ihre Pro-Kopf-Verschuldung lag aber bei unter 100 Euro je Einwohner. Schuldenfrei bedeutet, dass weder Kernhaushalt noch Eigenbetriebe einer Gemeinde Kredite, Kassenkredite oder Wertpapierschulden beim öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich aufweisen.

Bei einer Verschuldung der Gemeinden und ihrer Eigenbetriebe von insgesamt 12,2 Milliarden Euro beträgt die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung 1.134 Euro. Die Stadtkreise weisen dabei mit 1.511 Euro je Einwohner eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung auf als die kreisangehörigen Gemeinden mit 1.048 Euro je Einwohner. Bei letzteren zeigt sich zudem, dass die Schulden je Einwohner mit zunehmender Gemeindegröße in der Tendenz zunehmen, die Spannweite innerhalb einer Gemeindegrößenklasse jedoch sehr groß sein kann. In Baden-Württemberg haben 280 Gemeinden eine höhere Schuldenlast je Einwohner zu tragen als im Landesschnitt. Darunter sind 68 Gemeinden sogar mit mehr als 2.000 Euro je Einwohner verschuldet, unter ihnen auch zahlreiche Kurorte bzw. Fremdenverkehrs-Gemeinden.

(Redaktion)