Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mo, 19.09.2011 12:39

Durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst in Baden-Württemberg bei 3.537 Euro

Der wirtschaftliche Aufschwung wirkt sich auch weiter zunehmend positiv auf die Verdienstentwicklung in Baden-Württemberg aus. Die Reallöhne, d. h. die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich, sind im 2. Quartal 2011 gegenüber dem 2. Quartal 2010 um 3,6 Prozent gestiegen. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes bedeutete dies den höchsten Reallohnanstieg in Baden-Württemberg seit mehr als drei Jahren.


Längere Arbeitszeiten durch die Beendigung der Kurzarbeit sowie deutlich höhere Sonderzahlungen als sie noch im Vorjahr gewährt wurden sind dabei die Hauptursachen für die relativ hohe Steigerungsrate. Nach den z. T. erheblichen Verdiensteinbußen des Jahres 2009, die infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders für die Beschäftigten in vielen Industriebranchen spürbar waren, lag die Steigerung der Bruttoverdienste damit seit dem 1. Quartal 2010 konstant höher als die jeweilige Preissteigerungsrate im gleichen Zeitraum.

Nominal verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich im 2. Quartal 2011 durchschnittlich 3.537 Euro brutto im Monat bzw. 20,93 Euro brutto in der Stunde (ohne Sonderzahlungen). Einschließlich der geleisteten Sonderzahlungen lag der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst bei 4.069 Euro und damit fast 6 Prozent höher als noch im 2. Quartal 2010 mit 3.840 Euro. Auch mit einem erneuten Anstieg der bezahlten Arbeitszeit wurde die Entwicklung der vorherigen Quartale fortgesetzt. Mit 38,9 Stunden wurde im 2. Quartal 2011 im Durchschnitt eine halbe Stunde länger in der Woche gearbeitet als noch ein Jahr zuvor mit 38,4 Stunden. Damit wurde faktisch das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 wieder erreicht.

Erhebliche Verdienstunterschiede bestehen zwischen den einzelnen Branchen. Zu den Wirtschaftszweigen mit dem höchsten Verdienstniveau gehören die Bereiche Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung mit 5.107 Euro sowie „Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie“ mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 4.842 Euro. Ebenso überdurchschnittlich wird auch in der Energieversorgung (4.573 Euro) und im Fahrzeugbau (4.513 Euro) verdient. Weit geringer fallen dagegen die Durchschnittsverdienste in den Bereichen Einzelhandel mit 2.625 Euro, „Reinigung von Gebäuden, Straßen und Verkehrsmitteln“ (2.379 Euro), im Gastgewerbe (2.109 Euro) sowie insbesondere in der Zeitarbeitsbranche mit 1.722 Euro aus. Alle Angaben zu Bruttoverdiensten sind jeweils ohne Sonderzahlungen.

(Redaktion)