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Wirtschaft | Mo, 04.03.2013 11:03

E-Commerce wird 2017 die Hälfte des BIP ausmachen

In vier Jahren wird über die Hälfte (53 Prozent) des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Bundesrepublik Deutschland "irgendetwas" mit E-Commerce zu tun haben. Das prognostiziert der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft.


Unter dem Begriff E-Commerce fasst der Verband dabei alle Aktivitäten im Internet zusammen, bei denen "verbindliche Geschäftsprozesse" wie beispielsweise Bestellen, Bezahlen oder Reklamieren abgewickelt werden. Auch der Online-Handel, das Cloud Computing und elektronische Verwaltungsprozesse werden dazugezählt, unabhängig davon, mit welchem Gerät (PC, Tablet oder Smartphone) sie genutzt werden.

„So gerechnet lag der E-Commerce-Anteil schon im letzten Jahr bei gut einem Drittel (37 Prozent) des Bruttoinlandsprodukts“, erklärt Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, Sprecher der Kompetenzgruppe E-Commerce im eco-Verband und einer der Direktoren des Information Management Instituts (IMI) an der Hochschule in Aschaffenburg. Diese Erkenntnisse werden übrigens auch durch das Urteil des Bundesgerichtshofs (III. Zivilsenat) von Ende Januar unterstrichen, wonach ein Internetzugang in Deutschland zu den Lebensgrundlagen gehört.

„Eine gewisse Rolle beim weiteren Aufstieg des E-Commerce spielen Smartphones und Tablets“, interpretiert Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann die Ergebnisse der Expertenumfrage. Demnach entfielen bei der Frage "E-Commerce wird geprägt sein von Mobile Commerce - also der Verfügbarkeit portabler Endgeräte" über 83 Prozent der Antworten auf "trifft sicher zu". Das vermeintliche Hype-Thema der Social Networks trägt hingegen laut Umfrage relativ wenig zum Bruttoinlandsprodukt bei. So entfielen bei der Frage "E-Commerce wird geprägt sein von Social Commerce - also der Vernetzung der Marktteilnehmer durch soziale Netzwerke" lediglich 16 Prozent der Antworten auf "trifft sicher zu".

(Redaktion)