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Vermischtes | Mo, 07.02.2011 07:31

Ehrenamtspreis "Echt gut!" verliehen

Ministerpräsident Stefan Mappus und der Ehrenamtsbeauftragte der Landesregierung, Kultusstaatssekretär Georg Wacker, haben am Freitag (4. Februar 2011) die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs „Echt gut! - Ehrenamt in Baden-Württemberg“ im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Neuen Schloss ausgezeichnet.

Gruppenbild mit Ministerpräsident Stefan Mappus (vorne in der Mitte) und den Preisträgern des Wettbewerbs „Echt gut! – Ehrenamt in Baden-Württemberg“. (Quelle: Kultusministerium Baden-Württemberg, Foto: Sascha Baumann)

Gruppenbild mit Ministerpräsident Stefan Mappus (vorne in der Mitte) und den Preisträgern des Wettbewerbs „Echt gut! – Ehrenamt in Baden-Württemberg“. (Quelle: Kultusministerium Baden-Württemberg, Foto: Sascha Baumann)


„Der Fülle an gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit kann der Staat nicht alleine begegnen. Die Träger des Ehrenamtspreises ‚Echt gut‘ stellen sich freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag zu unserem Gemeinwesen. Deswegen danken wir ihnen heute, stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in unserem Land ehrenamtlich engagieren und sich einsetzen für ihre Mitmenschen“, sagten Ministerpräsident Mappus und Staatssekretär Wacker.

Bereits zum siebten Mal werden beim Wettbewerb „Echt gut!“ Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Projekte und Initiativen für herausragendes ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Unabhängige Fachjurys haben in sechs Kategorien jeweils zehn Projekte ausgewählt. Diese Projekte wurden vom 29. November bis 15. Dezember im Internet und in der „Echt-gut!“-Wahlbroschüre zur Abstimmung gestellt. Rund 26.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich beteiligt und telefonisch oder online abgestimmt, wer „echt gut“ ist. Beim Festakt ehrten der Ministerpräsident und Mitglieder der Landesregierung die drei Erstplatzierten jeder Kategorie.

Über 41 Prozent der Baden-Württemberger bringen sich für ihre Mitmenschen, für Umwelt und Natur und für die Gemeinschaft ein. „Freiwilliges Engagement bietet die große Chance, soziale Kompetenzen zu erlernen und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen“, sagte Kultusstaatssekretär Georg Wacker.

Die Erstplatzierten der insgesamt sechs Wettbewerbskategorien erhielten die „Echt gut!“-Trophäe und einen Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro. Die Sieger auf den zweiten und dritten Plätzen gewannen jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

In der Kategorie „Sport und Kultur“ ging der erste Preis an den Ortenauer Narrenbund. Ministerpräsident Mappus und Kultusstaatssekretär Wacker zeichneten den Narrenbund für sein erfolgreiches Jugendprojekt „Fastnacht gemeinsam feiern!“ aus. Mit diesem engagiert sich die Vereinigung gegen Vandalismus und Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen. „Der Ortenauer Narrenbund hat gezeigt, dass Fasnacht auch ohne übermäßigen Alkoholkonsum und Ausschreitungen funktioniert. Ich bin begeistert, mit welchen guten Ideen und welchem Einsatz die Ortenauer Narren den alemannischen Fastnachtsbrauch leben und wahren“, sagte Kultusstaatssekretär Wacker.

Den ersten Preis in der Kategorie „Junge Macher“ überreichte der Ministerpräsident gemeinsam mit Innenminister Heribert Rech, der in diesem Jahr die Patenschaft über diese Kategorie übernommen hat, an Martin Wilhelm aus Brackenheim. Der Neunzehnjährige engagiert sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich, beispielsweise ist er in der Ganztagsbetreuung des Brackenheimer Zabergäu-Gymnasiums aktiv.

Den ersten Preis in der Kategorie „EnBW Ehrenamt Impuls“ erhielt das Projekt Freunde üben Rücksicht e. V. aus Altensteig. Dr. Bernhard Beck, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, über den Gewinner: „Freunde üben Rücksicht e.V. setzt sich einfallsreich und nachhaltig für ein gewaltfreies Miteinander an Schulen in Baden-Württemberg ein. Das fünfköpfige Team besucht im Jahr etwa 40 Klassen und hat bereits 30 Elterngruppen ausgebildet, die das Programm an den Schulen ihrer Kinder umsetzen. Und genau darum geht es uns beim EnBW-Sonderpreis: Vorbildliche Projekte fördern und zahlreiche Menschen zum Nachahmen motivieren. ‚EnBW Ehrenamt Impuls‘ richtet sich an alle ehrenamtlich aktiven Personen, die durch kreative und fortschrittliche Ideen neue Maßstäbe gesetzt und Entwicklungen angestoßen haben.“

Der erste Preis in der Kategorie „Lebendige Gesellschaft“, der von den 53 baden-württembergischen Sparkassen gestiftet und von Ministerpräsident Stefan Mappus gemeinsam mit dem Präsidenten des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, überreicht wurde, ging an die Govinda Entwicklungshilfe e. V. aus Aalen. „Mich hat das Engagement des Vereins tief beeindruckt“, so Peter Schneider. „Er wurde von vier jungen Krankenpflegern gegründet, die im ersten Jahr ihr Gehalt zur Finanzierung mit einsetzten und sich privat verschuldeten. Die Chance, Zukunftsperspektiven für die Menschen in Nepal zu schaffen, und dies mit vielfältigen Aktivitäten in Baden-Württemberg zu unterstützen, verdient die Auszeichnung. Hier geht es um Lebendige Gesellschaft sowohl bei uns als auch in Nepal.“

Die Kategorie „Soziales Leben“ zeichnet Personen und Gruppen aus, die ihren Mitmenschen helfen, aus Betroffenen Beteiligte werden lassen und sie zur Mitarbeit einladen. Den Siegerscheck überreichte der Ministerpräsident gemeinsam mit Kultusstaatssekretär Wacker an das Jugendhaus Kloster e. V. aus Weil der Stadt. Dort nehmen Jugendliche die Leitung des Jugendhauses ehrenamtlich in die eigene Hand und leisten rund 12.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden pro Jahr.

In der Kategorie „Umwelt“ ging der erste Preis an den NABU Ortsverein Eutingen im Gäu aus Brackenheim. Ministerpräsident Mappus überreichte den Preis zusammen mit Umweltministerin Tanja Gönner. Rund 50 Erwachsene, Kinder und Jugendliche des Vereins engagieren sich ehrenamtlich im Sinne der Nachhaltigkeit: Auf dem Grundstück des Vereins weiden Ziegen, wachsen Ackerkräuter und Biogemüse, der Strom wird mit der eigenen Photovoltaikanlage einer kleinen Windkraftanlage erzeugt.

(Redaktion/StM)