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Vermischtes | Fr, 14.11.2014 13:12

Endspurt 2014: Jetzt noch Steuern sparen

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Wer jetzt noch Steuern sparen möchte, sollte sich beeilen und genau überlegen, inwieweit verschiedene Freibeträge noch nicht oder noch nicht vollständig ausgeschöpft wurden. Darauf weist jetzt die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) hin. Ist etwa der aktuelle Höchstbetrag bei Handwerkerleistungen noch nicht erreicht, kann es günstig sein, ohnehin geplante kleinere Maßnahmen noch in diesem Jahr erledigen zu lassen.


Bis zu einer Höhe von 6.000 Euro pro Jahr berücksichtigt das Finanzamt Arbeitslöhne von Handwerkern bei der Steuererklärung. 20 Prozent der Kosten können Steuerzahler gut machen. Nicht nur Eigentümer, auch Mieter können dabei profitieren. Vorausgesetzt, die Maßnahmen werden in der selbst genutzten Wohnung oder einem selbst genutzten Garten ausgeführt. Berücksichtigt werden Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, nicht aber Materialkosten. Dies gilt auch für Handwerkerleistungen wie etwa die Montage neuer Möbel oder den Einbau einer neuen Küche. Rechnungen dürfen jedoch, um beim Finanzamt eine Steuerermäßigung zu erhalten, nicht bar beglichen worden sein. Eine Überweisung der Rechnung ist unerlässlich.

Last Minute Steuern sparen können Steuerzahler auch durch den Sonderausgabenabzug bei Abschluss einer Altersvorsorge. „Niemand sollte aber deshalb übereilt einen Vertrag abschließen, sondern vorher seinen steuerlichen Berater aufsuchen, um mögliche Fallstricke zu vermeiden“, unterstreicht Wolfgang Schaetz, Vorstand der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.).

Was viele nicht wüssten: ein staatlich geförderter Riester-Vertrag kann steuerlich auch für diejenigen Steuerzahler finanziell interessant sein, die kaum von Zulagen profitieren. Ein lediger, kinderloser Arbeitnehmer mit einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent beispielsweise kann den maximalen Sonderausgabenabzug bis zu 2.100 Euro ausschöpfen, wenn die eigene Sparleistung 1946 Euro jährlich beträgt. „Beim Steuern sparen kann entweder Geld für die private Altersvorsorge angespart werden oder aber Eigenkapital für Wohneigentum“, erläutert der Steuerexperte.

Auch mit guten Taten lassen sich im Jahr 2014 noch Steuern sparen. Nicht nur Spenden an gemeinnützige Organisationen können geltend gemacht werden, auch etwaige Mitgliedsbeiträge an steuerbegünstigte Organisationen können abgesetzt werden. „Für eine Einzelspende bis 200 Euro genügt in der Regel ein einfacher Nachweis der Spende in Form eines Kontoauszugs oder Überweisungsbelegs. Für größere Spenden brauchen Sie eine Zuwendungsbestätigung der jeweiligen Organisation mit dem Spendenbetrag, Ihrem Namen und Ihrer Anschrift, den wichtigsten Daten des Zuwendungsempfängers wie Finanzamt, Steuernummer und letzter Freistellungsbescheid der Organisation“, erläutert Wolfgang Schaetz. Wichtig sei, dass zwischen dem Zuwendungsdatum und dem Datum des letzten Freistellungsbescheides nicht mehr als fünf Jahre liegen, soll das Finanzamt die Spende anerkennen.

Und: Nur Spenden bis zu einem Höchstbetrag von 20 Prozent der persönlichen Einkünfte werden akzeptiert. „Spenden an politische Parteien sind ebenfalls begünstigt“, so der Lohi-Experte. Bis zu stattlichen Höchstbeträgen (zum Beispiel 1.650 Euro bei Verheirateten) wird die Hälfte der Zuwendung direkt von der Steuerschuld abgezogen. Übersteigen die Parteispenden bei Zusammenveranlagung 3.300 Euro (bei Einzelveranlagung 1.650 Euro) kann für den übersteigenden Betrag zudem noch ein Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden.

Mehr Infos zum Thema gibt es in den Beratungsstellen der Lohi und unter www.lohi.de.

(Redaktion)