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Wirtschaft | Mi, 01.06.2011 07:49

Energiekonzerne verlieren weiter an Vertrauen - Ökostromanbieter immer beliebter

Die Anbieter von Ökostrom haben nach den Vorfällen in Japan zum Teil deutlich an Beliebtheit gewonnen. Die vier großen Energiekonzerne hingegen büßten erneut bei den Verbrauchern an Image ein. Dies geht aus einer Imagestudie des Marktforschungsinstituts YouGov Deutschland hervor, in der die Markenstärke von 24 Energieanbietern seit Januar analysiert wurde.

Anbieter von Ökostrom haben ein besseres Image bei deutschen Verbrauchern. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

Anbieter von Ökostrom haben ein besseres Image bei deutschen Verbrauchern. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)


So stiegen alleine die Imagewerte des Anbieters NaturEnergie im Vergleich zum Februar um rund 30 Prozent auf aktuell 60 BrandIndex-Punkte. Auch die Anbieter Lichtblick, Secura und Entega konnten - in unterschiedlichem Ausmaß - ebenfalls zulegen. Die Studie basiert unter anderem auf dem Markenmonitor YouGov BrandIndex, für den jährlich rund 250.000 Verbraucherinterviews durchgeführt werden.

Die vier großen Energiekonzerne RWE, EnBW, Vattenfall und E.ON hingegen mussten in den vergangenen Wochen zeitweise Imageverluste von mehr als 20 Prozent hinnehmen. Zwar haben sich die Imagewerte zwischenzeitlich wieder etwas stabilisiert, dennoch erreichen die vier Anbieter derzeit einen sehr schwachen Wert von -39 BrandIndex-Punkten. Discount-Anbieter wie Yello Strom oder "E wie einfach" waren weniger stark von den Verlusten betroffen.

Große Unterschiede gibt es der Studie zufolge auch im Hinblick auf die verschiedenen Zielgruppen: So sind die in der Regel etwas teureren Ökostromanbieter beispielsweise nun auch in der Gruppe der Geringverdiener deutlich beliebter geworden.

"Mit der Energiewende kommt nun auch die Imagewende: Die Position der traditionellen Energieanbieter ist geschwächt, während sich die kleineren Ökostromanbieter immer stärker positionieren können" sagt YouGov-Vorstand Holger Geißler. "Die Entwicklung dürfte sich schon bald auch in Marktanteilen und Umsätzen bemerkbar machen."

(Redaktion)