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Wirtschaft | Mo, 30.03.2009 10:43

Ergebnisse der bundesweiten Online-Umfrage "Firma&Familie" bei Arbeitnehmern: Unternehmen familienfreundlicher geworden

Frankfurt am Main (ots) - "Familienfreundlichkeit nimmt in der Wirtschaft zu. Aber die Vorteile, die Unternehmen durch eine familienfreundliche Personalpolitik erreichen können, werden bei weitem noch nicht ausgeschöpft". Dies ist die Bilanz einer gemeinsamen Online-Umfrage von Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Frankfurter Rundschau, Wirtschaftszeitung AKTIV, hessenstiftung Familie hat Zukunft und IGS Organisationsberatung GmbH.


900 Arbeitnehmer haben die bundesweite Online-Umfrage anonym beantwortet. Ein zentrales Ergebnis der Umfrage lautet: Die Geschäftsführungen haben in vielen Fällen die Wichtigkeit des Themas für die Bindung und Gewinnung von Mitarbeitern erkannt. Aber wer Familienfreundlichkeit im Unternehmen propagiere, sollte darauf achten, dass sie konsequent und auf allen Ebenen umgesetzt wird. Wenn Worten keine Taten folgten, führe das zu Enttäuschung bei den Mitarbeitern. Eine klare Positionierung der Geschäftsleitung zum Thema Familienfreundlichkeit bedeute noch keineswegs, dass Personalabteilungen, direkte Vorgesetzte und Betriebsräte das Thema ebenfalls aufgriffen und konsequent umsetzten.

"Es gibt keine günstigere Zeit für Unternehmen als jetzt in der Krise, sich rechtzeitig und konsequent als familienfreundlicher Arbeitgeber zu positionieren. Dies gelte besonders für den Mittelstand. Denn wenn sich die Konjunktur erst wieder erholt hat, ist auch der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wieder voll entbrannt. Konzerne werden ihre Attraktivität gegenüber hochqualifizierten Berufseinsteigern ausspielen", erklärte Prof. Dieter Weidemann, Präsident der VhU. Zwar stehe Familienfreundlichkeit in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht an erster Stelle der Aufgaben, aber die Relevanz des Themas nehme signifikant zu.

Über 60 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, dass sie bereits einmal der Familie zuliebe ihre berufliche Situation verändert oder auf einen Karriereschritt verzichtet haben. 45 Prozent haben in den letzten zwei bis drei Jahren vermehrt familienfreundliche Maßnahmen bei ihren Arbeitgebern eingefordert, 96 Prozent bezeichneten das Thema als für sie persönlich relevant.