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Wirtschaft | Do, 08.07.2010 10:02

Erneuerbare Energien bleiben in Baden-Württemberg auf Wachstumskurs und knacken erstmals Zehn-Prozent-Marke

Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Land kommt weiter voran. Während der Endenergieverbrauch nach einer noch vorläufigen Schätzung gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent zurückging, stieg der Beitrag der erneuerbaren Energien auf einen Höchstwert von 30 Terawattstunden. Das entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch im Land. Bedingt durch die Wirtschaftskrise sank der Energieverbrauch. Die erneuerbaren Energien haben sich dennoch behauptet und sind auf Wachstumskurs geblieben.


"Erst­mals konnten die Ökoenergien beim Endenergieverbrauch die Zehn-Prozent-Marke knacken. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, weil damit eine von fossilen Energieträgern unabhängigere Energieversorgung weiter Gestalt annimmt", erklärten Umweltministerin Tanja Gönner und Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute (7. Juli 2010) in Stuttgart bei der Vorstellung der neuen Daten.

Baden-Württemberg liege dank der positiven Entwicklung erneut über dem Bundesdurchschnitt von 10,1 Prozent Anteil erneuerbarer Energien. "Die Ökoenergien spielen bei der Energieversorgung im Land eine zunehmende Rolle. Das bringt den Klimaschutz nach vorne. Gleichzeitig verringert sich die Abhängigkeit von Energierohstoffimporten", so Gönner und Pfister. Wasser- und Windkraft, Sonnen- und Bioenergie steigerten im vergangenen Jahr ihren Anteil an der Bruttostromerzeugung sogar auf 15,4 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent). Nach dem Energiekonzept der Landesregierung solle schon in zehn Jahren ein Fünftel der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, erläuterten Gönner und Pfister. Angesichts des in den vergangenen Jahren stetigen Zuwachses bei den Ökoenergien sei diese Zielmarke erreichbar. Neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien müssten allerdings intelligente Stromnetze ausgebaut und leistungsfähige Energiespeichertechnologien entwickelt werden. Die vom Land gestartete Umwelttechnikoffensive solle dazu neue Impulse geben. "Es greift zu kurz, nur die Quote der Ökoenergien weiter zu steigern." Vielmehr müsse gleichzeitig daraufhin gearbeitet werden, dass die erneuerbaren Energien ganzjährig und rund um die Uhr zuverlässig Energie bereit stellten, so Gönner und Pfister.

Die im Auftrag von Umwelt- und Wirtschaftsministerium vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) aktuell zusammengeführten noch vorläufigen Daten "Erneuerbare Energien in Baden-Württemberg 2009" sind im Internet eingestellt: www.um.baden-wuerttemberg.de beziehungsweise www.wm.baden-wuerttemberg.de.

(Redaktion/UM-BW/WM-BW)