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Vermischtes | Mo, 11.04.2011 09:01

Erneuerbare Energien deckten 2010 fast 17% des deutschen Stromverbrauchs

Erneuerbare Energien hatten in Deutschland 2010 einen Anteil von 16,9% am Bruttostromverbrauch. Seit 1990 ist dieser Wert um mehr als das Vierfache gestiegen. Der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch lag im Jahr 2010 bei 23,3%. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen anlässlich der Europäischen Woche für nachhaltige Energie (11. bis 15. April 2011) mit.

Regenerative Energiequellen wie Wasserkraft decken fast 17% des deutschen Stromverbrauchs. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

Regenerative Energiequellen wie Wasserkraft decken fast 17% des deutschen Stromverbrauchs. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)


Für die Europäische Union (EU) liegen Daten zum Bruttostromverbrauch derzeit bis zum Jahre 2008 vor. Im EU-Vergleich lag Deutschland 2008 laut Eurostat, dem europäischen Statistikamt, mit einem Anteil regenerativer Energiequellen von 15,4% knapp unter dem EU-Durchschnitt von 16,7%. Spitzenreiter war Österreich: Hier konnten 2008 insgesamt 62,0% des Bruttostromverbrauchs durch regenerative Energiequellen, insbesondere durch Wasserkraft, gedeckt werden. Die höchste Zuwachsrate im Zeitraum 1990 bis 2008 erzielte Dänemark, wo der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 2,6% auf 28,7% stieg.

Im europäischen Vergleich war der Anteil von Kernenergie am Bruttostromverbrauch 2008 in Frankreich (83,2%), Litauen (76,4%) und der Slowakei (56,7%) am höchsten. In Deutschland lag der Anteil der Kernenergie bei 24,1%. In zwölf EU-Staaten - darunter Österreich, Irland und Polen - spielte die Atomkraft bei der Stromerzeugung keine Rolle.

(Redaktion)