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Wirtschaft | Fr, 15.04.2011 08:56

Erneuerbare Energien insgesamt weiterhin auf Wachstumskurs

Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich in Deutschland eine heimische Industrie entwickelt, deren wirtschaftliche Bedeutung kontinuierlich zunimmt. Im Jahr 2010 arbeiteten 367.400 Menschen in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien. Damit ist ihre Zahl um etwa acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Arbeitsmarktstudie zeigt, dass die Beschäftigungszuwächse im Bereich der Solarenergie deutlich sind, während sie bei der Windenergie zurückgehen. (Grafik: DLR)

Die Arbeitsmarktstudie zeigt, dass die Beschäftigungszuwächse im Bereich der Solarenergie deutlich sind, während sie bei der Windenergie zurückgehen. (Grafik: DLR)


Neben der Zahl der Beschäftigten lagen in Deutschland auch die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien mit rund 26,6 Milliarden Euro um ein Viertel höher als im Vorjahr. Die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen konnten um 20 Prozent gesteigert werden. Als Folge daraus stieg die Bruttobeschäftigung in diesem Bereich um etwa 28.000 auf insgesamt 367.400 Personen.

Von den insgesamt 367.400 Beschäftigten arbeitet ein Drittel im Bereich der Biomasse (122.000). Die Abschätzung berücksichtigt neben den direkt und indirekt Beschäftigten im Anlagenbau auch die Beschäftigten aus Betrieb und Wartung sowie aus der Bereitstellung von Brenn- und Biokraftstoffen (Agrar- und Forstwirtschaft). Die Solarenergie trug ebenfalls mit knapp einem Drittel zur Beschäftigung bei (120.900), wobei hier deutlich zwischen der Photovoltaik und der Solarthermie unterschieden werden muss. Die Photovoltaik ist der große Profiteur der Entwicklung des Jahres 2010, was sich im deutlichen Beschäftigungszuwachs der Branche niederschlägt. Die Solarthermie hatte 2010 dagegen ebenso wie der Rest des Wärmemarktes klare Einbußen hinzunehmen. Im Bereich der Windenergie ging 2010 auf Grund national wie international schwacher Märkte zum ersten Mal die Zahl der Beschäftigten zurück. Die Windenergie stand mit 26 Prozent (96.100 Beschäftigten) damit an dritter Stelle. Die Geothermie trug mit etwa 13.300 Personen (4 Prozent) zur Beschäftigung bei, gefolgt von der Wasserkraft mit 7.600 Personen (2 Prozent). Die Beschäftigung im Bereich öffentlich geförderter Forschung und Verwaltung hat einen Anteil von etwa 2 Prozent (7.500 Personen) an der Bruttobeschäftigung.

Insgesamt arbeiteten 359.900 Personen in der Wirtschaft, 70 Prozent dieser Arbeitsplätze können auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Arbeitsentwicklung gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) untersucht. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) durchgeführt.

(Redaktion)