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Wirtschaft | Do, 03.05.2012 09:23

Erneut leichte Erholung auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg hat sich weiter erholt. Die Arbeitslosigkeit hat mit 4,0 Prozent den niedrigsten April-Wert seit 1992 erreicht. Die Zahl der arbeitssuchenden Personen ging im Vergleich zum Vormonat März allerdings nur um rund 1.000 (- 0,5 Prozent) zurück und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem sei die Arbeitsmarktentwicklung im Land im Vergleich mit den meisten anderen Bundesländern eine positive Ausnahmeerscheinung, sagten Arbeitsministerin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid.


Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt dürfe an benachteiligten Jugendlichen jedoch nicht vorbeigehen, erklärte Altpeter. „Wir müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um auch arbeitslosen jungen Menschen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen“, so die Ministerin. Trotz der in Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent bundesweit geringsten Arbeitslosenquote bei jungen Menschen unter 25 Jahren konnte der stärkere Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den Wintermonaten in diesem Frühjahr nicht – wie in den Vorjahren üblich - wieder abgebaut werden. Damit sei im Vergleich zum April 2011 die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sogar leicht angestiegen, während die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich noch um 5,1 Prozent zurückging.

„Bei einem Stellenangebot von über 78.000 offenen Stellen im Land ist der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit auf jetzt 17.565 im Vergleich zum Vorjahr für mich etwas enttäuschend“, so Altpeter. „Viele Betriebe im Land suchen händeringend gute Fachkräfte. Die Ausbildung und Beschäftigung von jungen Menschen ist der beste Weg, den Fachkräftemangel von morgen zu verhindern.“

Insgesamt waren im April 2012 in Baden-Württemberg noch 223.044 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren gut 12.000 Menschen bzw. 5,1 Prozent weniger ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote ist von 4,2 Prozent im April 2011 auf nunmehr 4,0 Prozent zurückgegangen. Im vergangenen Jahr war der Rückgang der Arbeitslosigkeit von März auf April um 9.700 Personen (- 4,0 Prozent) deutlich stärker ausgefallen.

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid: „Die Wirtschaft des Landes ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. In bestimmten Branchen wie dem Elektrohandwerk, im Metallbereich und in der Alten- und Krankenpflege gibt es bereits einen erheblichen Fachkräftemangel. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich dieser ohne Gegenmaßnahmen massiv verschärfen. Deshalb haben wir die Fachkräfteallianz Baden-Württemberg auf den Weg gebracht, mit der wir gemeinsam mit Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und anderen Organisationen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten werden. Als Maßnahmen sind beispielsweise die Nachqualifizierung Un- und Angelernter sowie verstärkte Weiterbildungsmaßnahmen vorgesehen.“

(Redaktion)