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Wirtschaft | Mi, 28.03.2012 08:02

Erneuter Anstieg der Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien

Im Bereich der erneuerbaren Energien waren im Jahr 2011 381.600 Menschen in Deutschland beschäftigt. Das sind etwa vier Prozent mehr, als noch im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) vorgenommen hat.


Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht in Deutschland unvermindert voran. Zwar waren die Investitionen im Jahr 2011 erstmals rückläufig, dies ist jedoch in den gesunkenen Preisen der Photovoltaik-Anlagen begründet. Die neu installierte PV-Leistung ist im Vergleich zum Vorjahr sogar noch leicht gestiegen, konnte den Preisrückgang jedoch nicht kompensieren. Gleichzeitig halten die Umsätze der gesamten Branche etwa das Niveau des Vorjahres, was dem Wachstum besonders der Windenergie und dem Bereich Biogas zuzuschreiben ist.

381.600 Personen arbeiteten im Jahr 2011 direkt wie indirekt im Bereich der erneuerbaren Energien, 63 Prozent davon im Anlagenbau im In- und im Ausland. Da der Bestand an Anlagen ständig steigt, nimmt auch die Zahl der Beschäftigten, die diese warten und instand halten, stetig zu. Etwa 20 Prozent können 2011 diesem Bereich zugeordnet werden. Weitere 14 Prozent der Beschäftigten waren für die Bereitstellung von Biomasse sowie von Biokraftstoffen tätig und knapp drei Prozent in der öffentlich geförderten Forschung oder Verwaltung.

Etwa ein Drittel der Beschäftigten arbeiteten in dem Bereich Biomasse, ein weiteres Drittel in der Solarenergie. Die Windenergie hatte einen Anteil von 26 Prozent, die Geothermie (Erdwärme) trug mit vier Prozent, die Wasserkraft mit rund zwei Prozent zur Beschäftigung bei. 72 Prozent der Tätigkeiten im Jahr 2011 können auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden.

(Redaktion)