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Wirtschaft | Mi, 16.04.2014 10:23

Erneuter Rückgang bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Die nochmals sinkende Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Baden-Württemberg um knapp 3.000 oder 3,9 Prozent auf nunmehr 74.500 bestätigt die schwierige Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Vor allem weibliche Jugendliche blieben dem Ausbildungsmarkt 2013 fern. Deren Anteil sank um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Daraus ergibt sich der niedrigste Frauenanteil an Neuabschlüssen in Baden-Württemberg seit 1993. Das ergeben vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Demzufolge haben die von den weiblichen Jugendlichen getätigten 30.400 Neuabschlüsse nur einen Anteil von 40,8 Prozent (1993: 44,1 Prozent). 59,2 Prozent der 74.500 Ausbildungsverträge wurden von männlichen Jugendlichen neu abgeschlossen. Insgesamt standen zum Stichtag 31. Dezember 2013 rund 195.800 Männer und Frauen in Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO). Damit wurde die geringste Zahl an Auszubildenden innerhalb der letzten 15 Jahre verzeichnet.

Die Differenzierung nach den Ausbildungsbereichen zeigt für das Jahr 2013, dass in allen Ausbildungsbereichen die Zahl der Neuabschlüsse gesunken ist. Dies gab es zuletzt 1990. Ein deutliches Minus bei den Neuabschlüssen war 2013 im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel zu verzeichnen (−4,6 Prozent bzw. −2.200 im Vergleich zum Vorjahr). Allein in diesem Ausbildungsbereich wurden knapp 1.100 Neuabschlüsse (−5,6 Prozent) weniger von jungen Frauen abgeschlossen.

Auch der Ausbildungsbereich Handwerk hat einen Rückgang (−3,3 Prozent bzw. −670) hinnehmen müssen. Mit 19.400 wurde erstmals ein Wert unter der Grenze von 20.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ausgewiesen. Der drittgrößte Ausbildungsbereich, die Freien Berufe, lag mit rund 5.500 (−0,8 Prozent bzw. −47) neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen geringfügig unter dem Vorjahreswert.

(Redaktion)