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Wirtschaft | Di, 27.01.2015 11:30

Erwerbstätigkeit auf Rekordniveau

Die Bilanz auf dem Arbeitsmarkt in Baden‑Württemberg fiel im Jahr 2014 sehr positiv aus. Trotz der im Laufe des Jahres nachlassenden konjunkturellen Impulse erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Baden‑Württemberg im Jahr 2014 das vierte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Wie das Statistische Landesamt nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilt, waren 2014 jahresdurchschnittlich fast 6,02 Millionen Personen im Land erwerbstätig, so viele wie noch nie zuvor.


Der letzte Erwerbstätigenhöchststand aus dem Jahr 2013 wurde damit nochmals um 1,2 Prozent übertroffen. Der Zuwachs fiel sogar etwas stärker aus als ein Jahr zuvor (2013: +1,1 Prozent). Im Bundesländervergleich war BadenWürttemberg 2014 nach Berlin (+1,7 Prozent) das Land mit dem zweitstärksten Erwerbstätigenzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Unter den Flächenländern war der prozentuale Stellenzuwachs in keinem anderen Land so hoch wie im Südwesten. Die Erwerbstätigenentwicklung der Bundesländer gegenüber dem Vorjahr reichte von +1,7 Prozent in Berlin bis zu −0,6 Prozent in Sachsen-Anhalt. Bundesweit stieg die Erwerbstätigenzahl um 0,9 Prozent auf fast 42,7 Millionen.

Die Gewinner der positiven Arbeitsplatzentwicklung im Land waren wie bereits in den letzten Jahren die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer, mit einem Anteil von 71 Prozent die mit Abstand größte Gruppe der Erwerbstätigen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni 2014 landesweit durchschnittlich rund 4,27 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Ausschlaggebend für die positive Erwerbstätigenentwicklung in BadenWürttemberg im Jahr 2014 war der Dienstleistungssektor. Die Zahl der Dienstleistungsarbeitsplätze wuchs um 1,4 Prozent auf fast 4,07 Millionen, so dass 77 Prozent aller per Saldo neu entstandenen Arbeitsplätze auf die Dienstleistungsbereiche entfielen. Im Produzierenden Gewerbe waren 2014 insgesamt 1,88 Millionen Personen erwerbstätig, 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit hielt die Industrie 2014 einen Anteil von 21 Prozent am gesamten Stellenzuwachs. In der Land- und Forstwirtschaft waren 2,2 Prozent mehr erwerbstätig als 2013, was zwei Prozent am Erwerbstätigenzuwachs insgesamt ausmachte. Im Jahr 2014 arbeiteten 68 Prozent aller Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor, 31 Prozent im Produzierenden Gewerbe und ein Prozent in der Land- und Forstwirtschaft.

Die im Laufe des Jahres 2014 konjunkturell bedingt nachlassende Dynamik des Stellenzuwachses war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe zu spüren. Das stärkere Stellenplus im Baugewerbe, im Dienstleistungssektor und in der Land- und Forstwirtschaft konnte diese Entwicklung jedoch mehr als ausgleichen.

Die positive Tendenz bei der Arbeitsplatzentwicklung 2014 war spiegelbildlich auch bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zu beobachten. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit nahm die Zahl der Arbeitslosen 2014 leicht ab, und zwar jahresdurchschnittlich um 1,5 Prozent auf 230.400. Im Jahr 2013 war die Arbeitslosenzahl noch um 5,3 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug 2014 jahresdurchschnittlich 4,0 Prozent (2013: 4,1 Prozent), bundesweit lag sie bei 6,7 Prozent.

(Redaktion)