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Wirtschaft | Di, 19.02.2013 08:44

Erwerbstätigkeit erreicht höchsten Stand seit der Wiedervereinigung

Rund 41,9 Millionen Erwerbstätige hatten im vierten Quartal 2012 ihren Arbeitsort in Deutschland. Dies ist der höchste Stand der Erwerbstätigkeit in allen Quartalen seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2012 um 0,8 Prozent. Damit fiel der Anstieg allerdings schwächer aus als in den ersten drei Quartalen. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis).


Im Vergleich zum dritten Quartal 2012 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Quartal 2012 um 0,4 Prozent. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug der Zuwachs im vierten Quartal 253.000 Personen. Saisonbereinigt ergab sich ein Zuwachs gegenüber dem Vorquartal von 0,1 Prozent.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet entfiel im vierten Quartal 2012 der größte Teil des Anstiegs gegenüber dem Vorjahresquartal auf die Dienstleistungsbereiche. Die größten absoluten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit einem Plus von 105.000 Personen (1,1 Prozent). Dahinter rangieren die Unternehmensdienstleister mit plus 55.000 Personen (1,0 Prozent) und Information und Kommunikation mit plus 44.000 Personen (3,5 Prozent).

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum vierten Quartal 2011 insgesamt um 340.000 (0,9 Prozent) auf 37,42 Millionen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 20.000 (minus 0,4 Prozent) auf 4,52 Millionen.

Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen sanken nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im vierten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5 Prozent auf 350,5 Stunden. Das vierte Quartal 2012 hatte bei gleicher Anzahl von Kalendertagen einen Arbeitstag weniger als das Vorjahresquartal. Gleichzeitig war im vierten Quartal 2012 eine leichte Zunahme der Kurzarbeit zu verzeichnen. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - verminderte sich gegenüber dem vierten Quartal 2011 um 0,8 Prozent auf rund 14,7 Milliarden Stunden.

(Redaktion)