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Wirtschaft | Mo, 29.11.2010 13:37

EU-27 Ländervergleich: Schweden mit höchstem Innovationspotenzial - Deutschland auf Rang vier

Der Innovationsindex 2010 des Statistischen Landesamtes zeigt: In der auf 27 Länder erweiterten Europäischen Union ist Schweden auf Länderebene der Staat mit der höchsten Innovationsfähigkeit.


Ausschlaggebend für die Spitzenposition Schwedens beim Innovationsindex 2010 sind die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die FuE-Intensität (FuE-Ausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt) lag im Jahr 2007 bei 3,6 Prozent. Des Weiteren tragen der hohe Anteil der Beschäftigen in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen von knapp 48 Prozent, aber auch der hohe Anteil der Beschäftigten in wissenschaftlich-technischen Berufen (39 Prozent) und die Vielzahl an Patentanmeldungen (rund 290 je 1 Mill. Einwohner) zu diesem positiven Ergebnis bei.

Allerdings ist Schweden beim Anteil der Beschäftigten in industriellen Hochtechnologiebranchen nur im Mittelfeld präsent (gut 6 Prozent, EU-Durchschnitt: knapp 7 Prozent). Im Spitzenfeld des EU-Rankings auf Länderebene folgen Finnland und Dänemark auf Platz 2 und 3.

Deutschland belegt beim Innovationsindex auf Länderebene zwar nur den vierten Platz, hat jedoch ausschließlich Länder im Ranking vor sich, deren Einwohnerzahl und Bruttoinlandsprodukt kleiner sind als in Baden-Württemberg. Deutschland mit einer FuE-Intensität von 2,5 Prozent übertrifft Schweden nur beim Anteil der Beschäftigten in industriellen Hochtechnologiebranchen (11 Prozent) und knapp bei den Patentanmeldungen. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg betrugt die FuE-Intensität im Jahr 2007 den Spitzenwert von 4,4 Prozent, rund 18 Prozent der Beschäftigten waren in industriellen Hochtechnologiebranchen tätig, 32 Prozent in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen und 36 Prozent in wissenschaftlich-technischen Berufen.

In der Schlussgruppe des Innovationsindex 2010 auf Länderebene befinden sich die neuen Mitgliedsländer Bulgarien, Rumänien und Polen. In diesen Ländern weist jedoch der Landwirtschaftssektor eine im EU-Vergleich überdurchschnittliche Bedeutung auf.

(Redaktion)