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Wirtschaft | Fr, 01.02.2013 10:13

Euro-Konjunktur bremst Optimismus der Maschenindustrie

Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie blicken vorsichtig in das neue Geschäftsjahr. Die meisten Betriebe bewerten die die Umsatz- und Ertragslage als zufrieden stellend. Allerdings will noch niemand von einem Aufschwung in Europa sprechen. Mehr Unternehmen als bisher wenden sich daher den neuen Wachstumsmärkten zu. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Januar.


Verhalten positive Konjunkturnachrichten haben den Gesamtmasche-Geschäftsklimaindex zum Jahresanfang moderat ansteigen lassen: Auch wenn der Index mit -2,20 Punkten noch im negativen Bereich liegt, hat er sich seit Oktober spürbar erholt. Der Teil-Index für Wäsche schafft es mit 0,18 Punkten auf einen Wert knapp über Null. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind jedoch von Unsicherheit gekennzeichnet.

Die starken Verflechtungen der Branche mit dem Euro-Raum machen sich durch ein weiterhin gedämpftes Auslandsgeschäft bemerkbar. „Auch nach der Krise werden wir in Europa keinen Boom erleben. Wir müssen dort verkaufen, wo Wachstum stattfindet“, fordert daher Gesamtmasche-Präsident Heinz Horn. Der kräftige Anstieg der Ausfuhren in die GUS-Staaten, nach Asien und Amerika hat größere Einbrüche im Europa-Geschäft zumindest abgefedert. Die Anzeichen der konjunkturellen Stabilisierung im Euro-Raum versprechen neue Exportimpulse im ersten Halbjahr 2013. Dorthin gehen um die 60 Prozent des deutschen Maschen- und Miederexports. Derzeit sind drei von vier Unternehmen mit den Umsätzen im Ausland zufrieden.

Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuellen Auftragseingänge als gut oder zufrieden stellend. Für die kommenden Monate ergibt sich ein ähnliches Bild. Mit höheren Erlösen rechnen jedoch die wenigsten. Etwa vier von fünf Unternehmen glauben an eine Fortsetzung der schwachen Ertragssituation.

Weiterhin gute Wachstumsaussichten in den Schwellenländern lassen auf eine Belebung der Exporte hoffen. Neuer Optimismus bei den deutschen Verbrauchern und vorsichtig positive Einschätzungen der Europäischen Zentralbank machen auch für Europa wieder Mut. Daraus ergeben sich leicht verbesserte Aussichten bei der Kapazitätsauslastung.

(Redaktion)