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Wirtschaft | Di, 07.10.2008 11:18

Evaluationsbericht zur Arbeit der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg übergeben

Gutachter bewerten Arbeit der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen positiv

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hügel (re.) überreicht Wirtschaftsminister Ernst Pfister den Evaluationsbericht. (Foto: Wirtschaftsministerium)

Prof. Dr.-Ing. Helmut Hügel (re.) überreicht Wirtschaftsminister Ernst Pfister den Evaluationsbericht. (Foto: Wirtschaftsministerium)


"Die außeruniversitären, wirtschaftsnahen Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg leisten unverzichtbare Beiträge zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen. Sie erfüllen damit Aufgaben, die weder von Universitätsinstituten noch von den Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft in dieser Form geleistet werden." Über diese Feststellung der Gutachter zeigte sich Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 06.10.2008 anlässlich der Übergabe des Evaluationsberichts in Stuttgart besonders erfreut.

Die Gutachter hatten im Auftrag des Wirtschaftsministeriums unter dem Vorsitz von Professor Doktor-Ingenieur Helmut Hügel sowie der Assistenz des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) alle Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg, die eine jährliche institutionelle Förderung des Landes erhalten, einer Fachevaluation unterzogen. Die Gutachter aus Wirtschaft und Wissenschaft hatten die Aufgabe, die Position und die zukünftigen Aufgaben von zehn Forschungseinrichtungen eindeutig zu identifizieren und zu überprüfen sowie den spezifischen Nutzen der Institute für Unternehmen und Wirtschaft darzustellen.

Zu den Kernaussagen der Evaluation gehören:
· Alle Institutsstrategien basieren auf klar definierten Zielen.
· Alle evaluierten Institute sind gut bis hervorragend auf ihren spezifischen Märkten  positioniert.
· Die Wissenschaftsbindung der Institute ist überwiegend gut bis exzellent gelungen.
· Die Transferkompetenz der Institute wird als sehr gut bewertet.

Aktuell seien die Institute zur Erreichung ihrer Ziele gut aufgestellt. Angesichts der verstärkten Nachfrage aus der Wirtschaft könnte die zum Aufbau von Transferkompetenz notwendige Eigen- und Vorlaufforschung nur durch eine Erhöhung der vom Land gewährten institutionellen Förderung kompensiert werden. Dringend empfohlen wird die Auflösung des an vielen Instituten bestehenden Investitionsstaus, der sich in mehreren Fällen bereits in naher Zukunft negativ auf die Entwicklung der Institute und ihres Erfolgs am Markt auswirken könne.

Die Gutachter sprachen sich, so Pfister, für die Schaffung zusätzlicher Leistungsanreize als Basis für die Gewinnung hoch qualifizierter und motivierter Mitarbeiter aus. Darüber hinaus müsse die Sichtbarkeit der Institute durch eine Intensivierung und Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden.

Pfister: "Die Institute sind nunmehr aufgefordert, die zu jedem einzelnen Institut vorliegenden Empfehlungen der Gutachter zu bewerten und deren Umsetzung in Angriff zu nehmen. Das Land selbst hat mit seiner im September beschlossenen Investitionsoffensive dafür gesorgt, dass der Investitionsstau in den Instituten in den nächsten Jahren aufgelöst werden kann. Darüber hinaus wurde die Umsetzung der im Tarifvertrag (TV-L) geschaffenen Möglichkeiten von Leistungsentgelten für Beschäftigte in Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Wege geleitet."

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg