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Wirtschaft | Mi, 26.02.2014 09:31

Exporte aus Baden-Württemberg gehen zurück

Im Jahr 2013 wurden Güter im Wert von 173,4 Milliarden Euro aus Baden-Württemberg ausgeführt, das war ein Prozent weniger als im Jahr 2012. Gleichzeitig importierte der Südwesten auch weniger Waren. Die Einfuhren sanken um 1,3 Prozent auf 139,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Auch bundesweit lagen sowohl die Ausfuhren (−0,2 Prozent) als auch die Einfuhren (−1,2 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis. Dies teilt das Statistische Landesamte Baden-Württemberg mit.


Von den für die Exportwirtschaft wichtigsten Warengruppen behaupteten die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit einem Plus von einem Prozent ihre führende Position. Ihr Anteil an den Exporten lag bei 23,3 Prozent. In der zweitwichtigsten Gruppe Maschinen sanken die Exportwerte um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichfalls zurück ging der Versand von pharmazeutischen Erzeugnissen, doch ist bei dieser Position für das endgültige Ergebnis noch eine deutliche Erhöhung der Ausfuhrwerte zu erwarten.

Die in der Rangfolge der wichtigsten Exportprodukte folgende Position „Datenverarbeitungsgeräte einschließlich elektronischer und optischer Erzeugnisse“ verfehlte das Vorjahresergebnis knapp (−1,6 Prozent), während sich die Exporte von elektrischen Ausrüstungen auf dem Vorjahreswert stabilisierten. Mehr exportiert wurden Metallerzeugnisse (+5,4 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren (+14,6 Prozent) sowie Nahrungs- und Futtermittel (+5,0 Prozent).

Die baden-württembergischen Ausfuhren in das europäische Ausland nahmen das zweite Jahr in Folge ab und haben inzwischen einen Anteil von 64,1 Prozent am Gesamtexport. Der Versand in die Europäische Union erreichte im Jahr 2013 das Vorjahresniveau, wobei die Nicht-Eurozone mit plus 5,3 Prozent deutlich zulegte, während in der Eurozone ein Rückgang der Ausfuhrwerte von minus 2,6 Prozent festzustellen war.

Die USA konnten zwar auch im Jahr 2013 ihre Spitzenposition als wichtigster Handelspartner Baden-Württembergs behaupten (18,8 Mrd. Euro), allerdings mit einem im Vergleich zu den Vorjahren moderaten Exportzuwachs von 2,9 Prozent. Obwohl Frankreichs Nachfrage nach baden-württembergischen Gütern wertmäßig um 2,3 Prozent zurückging (14,0 Mrd. Euro), rückte das Nachbarland 2013 wieder auf Platz zwei vor.

Aufgrund eines starken Einbruchs der Ausfuhrwerte Richtung Schweiz (−13,5 Prozent), nimmt dieser wichtige Handelspartner Baden-Württembergs (13,3 Mrd. Euro) jetzt den dritten Platz ein. Unverändert auf Platz vier und fünf liegen China (12,3 Mrd. Euro) und die Niederlande (12,0 Mrd. Euro), wobei die Niederlande im vergangenen Jahr mehr baden-württembergische Waren nachfragten (+1,8 Prozent), während die Exporte Richtung China mit minus 6,4 Prozent stark rückläufig waren.

Bemerkenswert sind die Impulse aus dem asiatischen Raum. Insbesondere die Republik Korea (+17,7 Prozent) und Japan (+11,7 Prozent), aber auch die ASEAN-Staaten (+8,7 Prozent) zeichneten sich durch eine verstärkte Nachfrage nach baden-württembergischen Produkten aus.

(Redaktion)