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Wirtschaft | Di, 22.05.2012 08:03

Exporte aus Baden-Württemberg im ersten Quartal mit deutlichem Plus

Im 1. Quartal des Jahres 2012 exportierte Baden-Württemberg Güter im Wert von 45,5 Mrd. Euro. Das waren 10,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Gleichzeitig importierte der Südwesten Waren im Wert von 36,6 Mrd. Euro, was einem Plus von 7,2 Prozent entspricht. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, übertraf Baden-Württemberg in beiden Handelsrichtungen die bundesdurchschnittliche Entwicklung (Ausfuhren + 5,8 Prozent, Einfuhren + 4,7 Prozent).


Das Jahr 2012 startete schon mit – für den Monat Januar - außergewöhnlich hohen Ausfuhrwerten (14,0 Mrd. Euro). Nochmals deutlich übertroffen wurden diese jedoch im März 2012. Mit einem Exportwert von 16,5 Mrd. Euro und einem Importwert von 13,0 Mrd. Euro wurden sowohl ausfuhr- als auch einfuhrseitig die bisher höchsten Monatswerte festgestellt.

Im vergangenen Quartal verzeichneten alle für die Exportwirtschaft wichtigen Warengruppen Zuwächse, wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Mit einem Plus von 7,9 Prozent blieb die Position der Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen als wichtigste Warengruppe im Export nahezu unverändert. Deutlich geringer fiel mit 2,7 Prozent die Zunahme der Ausfuhrwerte der zweitwichtigsten Position Maschinen aus. Die in der Rangfolge der wichtigsten Ausfuhrgüter folgenden Pharmazeutischen Erzeugnisse legten hingegen mit plus 48,6 Prozent nicht nur deutlich zu, sondern erhöhten auch noch ihren Anteil am Export insgesamt. Zurückgegangen sind die Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten einschließlich elektronischer und optischer Erzeugnisse mit minus 2,8 Prozent.

Zwei Drittel der baden-württembergischen Exporte gingen auch in den ersten drei Monaten des Jahres in das europäische Ausland und knapp 52 Prozent in die EU. Mit einem Plus von 14,7  Prozent baute die USA ihre Spitzenposition als wichtigster Handelspartner Baden-Württembergs weiter aus (4,4 Mrd. Euro). Fast gleich auf liegen derzeit die Nachbarländer Schweiz (4 Mrd. Euro) und Frankreich (4 Mrd. Euro). Die Ausfuhr nach China (3,5 Mrd. Euro) legte mit +7,4 Prozent im 1. Quartal etwas moderater zu, während sich die Exporte in die Niederlande (3,3 Mrd. Euro) so dynamisch entwickelten (+24,7 Prozent), dass sie möglicherweise im Jahresverlauf wieder auf Rang 4 der wichtigsten Zielländer vorrücken. Dem stehen Rückgänge der baden-württembergischen Exporte nach Spanien (-3,8 Prozent) und in die Türkei (-5,4 Prozent) gegenüber.

(Redaktion)