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Wirtschaft | Do, 22.05.2014 08:39

Exporte legen um fast sechs Prozent zu

Im ersten Quartal 2014 wurden aus Baden-Württemberg Güter im Wert von 45 Milliarden Euro exportiert. Das waren 5,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig importierte der Südwesten Waren im Wert von 38,3 Milliarden Euro, was einem Plus von 13,6 Prozent entspricht. Der baden-württembergische Außenhandel zeigte sich damit dynamischer als der deutsche Außenhandel insgesamt (Ausfuhr: +3,1 Prozent, Einfuhr: +4,5 Prozent). Das zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes.


Nach einem positiven Jahresstart legte die Nachfrage nach baden-württembergischen Produkten in den Monaten Februar und März nochmals deutlich zu (+6,2 und +7,6 Prozent). Die Entwicklung der Exportwerte verlief in den sechs für die baden-württembergische Exportwirtschaft wichtigsten Warengruppen sehr unterschiedlich. Die bedeutendste Güterposition im Export „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ (11,1 Milliarden Euro) und auch die drittwichtigste Warengruppe „Pharmazeutische Erzeugnisse“ (4,4 Milliarden Euro) verzeichneten eine Nachfragesteigerung von 17 bzw. 28 Prozent.

Die in der Rangfolge zweitwichtigsten Ausfuhrgüter „Maschinen“ (8,8 Milliarden Euro) mussten ebenso wie „Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse“ (2,9 Milliarden Euro) mit minus zwei Prozent leichte Rückgänge hinnehmen. Mehr exportiert wurden „Elektrische Ausrüstungen“ (2,9 Milliarden Euro oder +3,3 Prozent), während der Ausfuhrwert „Chemischer Erzeugnisse“ (2,2 Milliarden Euro) um 6,7 Prozent niedriger ausfiel als im Vorjahresquartal.

Knapp zwei Drittel der baden-württembergischen Exporte (29 Milliarden Euro) gingen im ersten Quartal 2014 in das europäische Ausland, was einem Plus von 3,4 Prozent entsprach. Dabei entwickelten sich die Exporte in die Eurozone (15,3 Milliarden Euro) mit plus 2,8 Prozent leicht unterdurchschnittlich, während die Ausfuhrwerte in die Nicht-Eurozone um 13,5 Prozent auf acht Milliarden Euro zulegten.

Die USA als wichtigster Handelspartner Baden-Württembergs baute mit einem Plus von 16,3 Prozent seine Spitzenposition nochmals aus  auf fünf Milliarden Euro. Auf den nachfolgenden Plätzen kam es zu mehreren Verschiebungen in der Rangfolge der wichtigsten Zielländer baden-württembergischer Exporte.

Platz zwei nimmt wie im Vorjahresquartal Frankreich ein (3,7 Milliarden Euro), mit einer Steigerung der Exportwerte um 4,1 Prozent. Baden-Württembergs Nachbarland Schweiz (3,4 Milliarden Euro) importierte zwar weniger Waren (−3,2 Prozent) als im ersten Quartal 2013, kann jedoch seinen dritten Platz noch behaupten. Mit plus 19,4 Prozent kam - nach einem Rückgang der Exportwerte im Jahr 2013 - ein starker Nachfrageimpuls aus China (3,3 Milliarden Euro). Es verdrängte damit die Niederlande auf Platz sechs und nimmt jetzt die vierte Position im Länderranking ein – nahezu gleichauf mit der Schweiz. Das Vereinigte Königreich (3,1 Milliarden Euro) ist mit einem Exportplus von 18,1 Prozent zum fünftwichtigsten Zielland baden-württembergischer Produkte aufgerückt.

Positiv entwickelten sich u.a. die europäischen Handelspartner Spanien, Belgien sowie die Tschechische Republik und Ungarn. Die Russische Föderation importierte dagegen mit minus 14,2 Prozent deutlich weniger Güter aus Baden-Württemberg. In Asien (+14,3 Prozent) sanken - entgegen dem Gesamttrend - die Ausfuhren in die ASEAN-Staaten (−0,9 Prozent) und nach Indien (−9,7 Prozent).

(Redaktion)