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Wirtschaft | Do, 05.09.2013 12:58

Exporte sinken im ersten Halbjahr um 0,6 Prozent

Im ersten Halbjahr 2013 gingen die deutschen Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 0,6 Prozent auf 547,4 Milliarden Euro zurück. Die Exporte waren im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent gesunken. Im zweiten Quartal legten sie um 0,4 Prozent zu. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.


Die Versendungen in Länder der Europäischen Union verringerten sich im ersten Halbjahr 2013 um 1,7 Prozent auf 313,6 Milliarden Euro. Die Eurozone nahm dabei weniger deutsche Waren ab als im ersten Halbjahr 2012 (- 2,9 Prozent auf 205,1 Milliarden Euro), wohingegen die Nicht-Eurozone mehr Waren nachfragte (+ 0,6 Prozent auf 108,5 Milliarden Euro).

Im EU-Handel sanken die Versendungen nach Italien um 6,3 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Die Exporte nach Frankreich gingen um 4,3 Prozent auf 51,3 Milliarden Euro zurück. Dagegen legten die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich um 4,8 Prozent auf 37,7 Milliarden Euro zu.

Bei den deutschen Exporten in Länder außerhalb der EU gab es im ersten Halbjahr 2013 ein Plus von 1,0 Prozent auf 233,7 Milliarden Euro. Hierzu hat vor allem das zweite Quartal beigetragen, in dem 2,2 Prozent mehr Waren in Drittstaaten gingen. Besonders ausgeweitet wurden im ersten Halbjahr 2013 die Ausfuhren in die Türkei (+ 14,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro). Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen um 2,3 Prozent auf 42,7 Milliarden Euro. Weniger Waren gingen hingegen nach Indien (- 8,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro) und China (- 5,9 Prozent auf 32,3 Milliarden Euro).

Die deutschen Einfuhren verminderten sich im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent auf 449,5 Milliarden Euro. Der Rückgang im ersten Halbjahr ist darauf zurückzuführen, dass weniger Waren aus Drittländern eingeführt wurden. Der Wert der Waren, die nicht aus der EU kamen, verringerte sich im ersten Halbjahr 2013 um 4,7 Prozent auf 190,2 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal nahmen die Drittlandseinfuhren etwas weniger stark ab (- 3,3 Prozent).

Besonders ausgeprägt waren von Januar bis Juni 2013 die Abnahmen der Einfuhren aus Brasilien (- 18,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro) und Norwegen (- 16,5 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro). Die Einfuhren aus China (- 5,6 Prozent auf 35,4 Milliarden Euro) und aus den Vereinigten Staaten (- 3,2 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro) gingen ebenfalls zurück. Die Einfuhren aus der Schweiz hingegen stiegen (+ 2,9 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro).

Ausgeweitet wurden die Wareneingänge aus der EU. Aus der EU kamen Waren im Wert von 259,4 Milliarden Euro (+ 0,7 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2012). Besonders stark stiegen die Wareneingänge im zweiten Quartal (+ 2,9 Prozent). Die Warenimporte aus der Eurozone nahmen im Zeitraum Januar bis Juni 2013 um 0,8 Prozent auf 174,5 Milliarden Euro zu, die Eingänge aus der Nicht-Eurozone um 0,5 Prozent auf 84,9 Milliarden Euro.

Mehr Waren stammten vor allem aus Polen (+ 5,8 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro), Spanien (+ 5,0 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro) und den Niederlanden (+ 4,9 Prozent auf 45,2 Milliarden Euro). Weniger Waren wurden aus Irland (- 5,6 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro) und aus Italien (- 4,8 Prozent auf 24,0 Milliarden Euro) bezogen.

(Redaktion)