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Wirtschaft | Fr, 05.11.2010 14:47

Exporte stärken deutsche Wirtschaft

Die deutsche Industrie ist im Oktober wieder in Schwung gekommen. Noch im September hatte das Verarbeitende Gewerbe eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) kletterte binnen vier Wochen um 1,5 Zähler auf aktuell 56,6 Punkte. Die Hauptwachstumsimpulse lieferte der Auftragseingang. Sowohl Global Player als auch KMU verzeichneten dank anziehender Exportnachfrage wieder deutlich vollere Auftragsbücher.


"Die konjunkturelle Großwetterlage lässt unsere Einkäufer optimistisch ins nächste Jahr blicken. Allerdings könnten Kreditversorgung und Rohstoffpreise die positive Grundstimmung dämpfen", kommentierte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Freitag die aktuelle EMI-Statistik.

"Der EMI belegt auch, dass sich trotz dynamischer Nachfrage nach Rohstoffen der Anstieg der Einkaufspreise für die deutschen Unternehmen nicht weiter beschleunigt hat", sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirt der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), am Freitag dem BME. Dies zeige, dass die jüngste Aufwertung des Euro die Exportentwicklung zumindest bislang nicht beeinträchtigte, aber gleichzeitig die hohen Rohstoffpreisanstiege auf den Weltmärkten für die deutschen Unternehmen etwas abgemildert werden konnten.

Die robusten Geschäfts-, Produktions- und Auftragszuwächse sorgten dafür, dass die Beschäftigung in den Unternehmen den siebenten Monat in Folge (Oktober: 54,4) zulegte.

(Redaktion)