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Wirtschaft | Di, 11.01.2011 07:56

Exportwirtschaft der Region Neckar-Alb im Aufwind

Für die heimischen Unternehmen war 2010 ein überraschend gutes Exportjahr. Die weltweite Nachfrage nach Gütern „Made in Neckar-Alb“ hat sich schneller erholt als erwartet. Bei der IHK stieg die Zahl der Außenhandelsbescheinigungen deutlich an.


2010 war für die heimische Industrie ein sehr gutes Exportjahr. Die Erwartungen, entstanden unter dem Einfluss des Krisenjahres 2009, wurden weit übertroffen, sagt Petra Brenner, Leiterin des Bereichs International bei der IHK Reutlingen: „Der Export hat sich schneller erholt als alle Fachleute vermutet haben.“ Für das neue Jahr rechnet die IHK erneut mit guten Auslandsgeschäften. „Ein Zuwachs beim Export zwischen sieben und neun Prozent ist nach ersten Prognosen durchaus realistisch“, so Brenner.

Bei der IHK Reutlingen ist das erfreuliche Exportjahr 2010 an der Zahl der Außenhandelsbescheinigungen abzulesen. Diese werden für die Abwicklung von Exportgeschäften in bestimmte Länder gebraucht. In 2010 hat die IHK 24.300 Bescheinigungen erstellt und somit wieder das Niveau des Jahres 2008 erreicht. In 2009 war die Zahl der Exportdokumente auf rund 20.0000 gesunken. Auch so genannte Zollpassierscheinhefte, sie werden zur vorübergehenden Ausfuhr von Waren etwa für Messezwecke oder Mustersendungen benötigt, verzeichnen ein Plus von 18 Prozent.

Den Trend bestätigen nicht zuletzt die Zahlen des Statistischen Landesamts für Januar bis Oktober. Sie zeigen ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend. Demnach haben die Betriebe der Region Waren im Wert von 4,63 Milliarden Euro ausgeführt und damit den Gesamtwert für 2009 bereits um 12 Prozent übertroffen. Das Niveau von 2008, damals betrug das Ausfuhrvolumen der Region 5,78 Milliarden Euro, wird mit den beiden vom Statistischen Landesamt noch nicht ausgewerteten Monaten November und Dezember vermutlich knapp erreicht.

Innerhalb Europas stiegen die Exporte in die Tschechische und die Slowakische Republik, Norwegen und Schweiz besonders stark an. In Asien trug vor allem China, gefolgt von Taiwan, Indonesien und der Republik Korea, zu dem guten Ergebnis bei. In Südamerika und den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens zog die Nachfrage ebenfalls kräftig an. Brasilien und Argentinien, Israel und Jordanien haben hier besonders zugelegt.

(Redaktion)