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Wirtschaft | Di, 02.07.2013 09:06

Fachkräftemangel im Mittelstand nimmt zu

Ein starker Mittelstand ist einer der Grundpfeiler, wenn es um den wirtschaftlichen Erfolg des Standorts Deutschland geht. Doch auch in diesem Jahr verstärkt sich der Konkurrenzkampf mittelständischer Unternehmen um geeignete Mitarbeiter weiter. 42,1 Prozent der Vakanzen nur schwer und 9,8 Prozent gar nicht besetzbar sein. Gleichzeitig planen 95 Prozent der befragten Unternehmen Neueinstellungen. Das sind Ergebnisse der jährlichen Studienreihe „Recruiting Trends im Mittelstand 2013“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main/Bamberg und Monster.


Die befragten mittelständischen Unternehmen sehen klar die demografische Veränderung des Bewerberpools und die Knappheit qualifizierter Bewerber als wichtigste externe Trends in der Personalbeschaffung. „Die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar noch weiter verschärft. Der Anteil der schwer besetzbaren Vakanzen ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozentpunkte gewachsen und der der nicht besetzbaren Vakanzen sogar um drei Prozentpunkte“, stellt Studienleiter Prof. Dr. Tim Weitzel vom CHRIS fest. Die geringe Zahl an qualifizierten Fachkräften führt zwangsläufig zu einem harten Wettbewerb um die besten Kandidaten.

„Der Fachkräftemangel wird für immer mehr Unternehmen des Mittelstands zur akuten Belastung“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager der Monster Worldwide Deutschland GmbH. „Jede nicht besetzte Stelle birgt das Risiko eines wirtschaftlichen Verlustes. Das Unternehmen muss sich die Frage stellen, ob es wirklich alle Möglichkeiten bedacht hat: Von der Optimierung der Zielgruppenstrategie, der Auswahl der geeigneten Kommunikationskanäle bis hin zum richtigen Layout seiner Stellenanzeige."

Als Antwort auf den Bewerbermangel beschreiten mittelständische Unternehmer verschiedene Wege. Für 83,1 Prozent ist die eigene Ausbildung ein Instrument. Außerdem setzen die Befragten auf die Rekrutierung von Frauen (63,5 Prozent) und von Menschen über 50 Jahren (56,9 Prozent). Auch flexible Arbeitszeitmodelle sind für 56,3 Prozent eine Möglichkeit. Aber nur 17,7 Prozent der Befragten denken, dass internationale Rekrutierung eine Lösung darstellt. Die Bindung der Mitarbeiter und die Pflege des internen Arbeitgeber-Images ist für die befragten Mittelständler zudem die Schlüsselherausforderung im Unternehmen.

(Redaktion)