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Wirtschaft | Di, 29.01.2013 12:12

Fachkräftemangel nimmt zu: Suche im Ausland wächst

Für Unternehmen wird es immer schwieriger neue Fachkräfte zu gewinnen. Dies ist das Ergebnis des HR-Reports 2012/2013, den das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) jährlich mit dem Personaldienstleister Hays veröffentlicht. So suchen 79 Prozent der befragten Entscheider nach Fachkräften.


Aufgrund des Fachkräftemangels gaben jedoch mehr als 70 Prozent an, mittlerweile große Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. Dies ist ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresergebnis, das bei 39 Prozent lag. Um diesen Engpässen zu begegnen, setzen Unternehmen daher auf Mitarbeiterbindung. Auch verstärken sie ihre Rekrutierungsaktivitäten auf allen Ebenen.

Im Zuge dessen rekrutieren Unternehmen noch mehr im Ausland: Mittlerweile suchen 18 Prozent weltweit (2011: 13 Prozent) und 21 Prozent EU-weit (2011: 12 Prozent) nach neuen Mitarbeitern. Im Gegensatz zu 2008 ist die Rekrutierung aus osteuropäischen Ländern jedoch drastisch zurückgegangen. Ebenfalls rückläufig ist die Einstellung von Arbeitnehmern aus Großbritannien, Nordamerika und Indien. Dagegen stieg die Suche nach neuen Mitarbeitern im deutschsprachigen Ausland signifikant an.

Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, nutzen Unternehmen zudem mehr Kanäle als je zuvor. 84 Prozent streuen Stellenanzeigen in Jobportalen, 67 Prozent setzen auf Mitarbeiterempfehlung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen schaltet Personaldienstleister ein und immerhin 35 Prozent vertrauen auf die sozialen Medien.

(Redaktion)