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Wirtschaft | Do, 12.05.2011 08:23

Factoring: Volumen im Mittelstand steigt um 12 Prozent

Mittelständische Unternehmen setzen verstärkt auf bankenunabhängige Finanzierungen. Das Factoring-Volumen stieg 2010 um 12 Prozent auf 2,93 Mrd. Euro an, nachdem es im Vorjahr krisenbedingt um 5,7 Prozent zurückgegangen war. Das meldet der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM).


"Die dynamische Marktentwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Neukunden wider", erklärt Volker Ernst, Vorstandsvorsitzender des BFM. Laut aktueller Verbandserhebung wuchs die Zahl der kleinen und mittleren Unternehmen, die Forderungen verkaufen, um 11,3 Prozent auf 4.535. "Selbst im Krisenjahr 2009 haben wir 7,4 Prozent mehr Neukunden verzeichnet. Daran wird deutlich, dass Factoring bei unterschiedlichsten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Mehrwert schafft", so Ernst.

Derzeit bewährt sich Factoring vor allem als Wachstumsfinanzierung. Der Vorteil: Durch den laufenden Verkauf von Forderungen erzielen Unternehmen einen sofortigen und längerfristig gesicherten Liquiditätsfluss. Ein Großteil der Rechnung wird innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt, zudem geht das komplette Ausfallrisiko an den Factor über. So verbessern Factoring-Nehmer nachhaltig ihre Kapital- und Risikoverhältnisse, was ihnen auch mit Blick auf Basel III zu Gute kommt.

Die im Bundesverband BFM zusammengeschlossenen mittelständischen Factoring-Gesellschaften haben sich hohen Qualitätsstandards verpflichtet. Auch der Verband befindet sich auf Wachstumskurs. Durch umsatzstarke neue Mitglieder konnte der Gesamtumsatz aller BFM-Mitgliedsunternehmen um 29,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2,27 Mrd. Euro) erhöht werden. "Bereinigt um diesen Sondereffekt, ergeben sich 12 Prozent Plus für das abgelaufene Geschäftsjahr - ein Trend, dem auch die bisherige Marktentwicklung 2011 folgt", so der Vorstand des Verbands.

(Redaktion)